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Kinderpornografie: Soldat akzeptiert Geldstrafe

Ein 22-jähriger Angeklagter aus Bad Neuenahr-Ahrweiler akzeptiert einen Strafbefehl über 1800 Euro. Damit entgeht er dem öffentlichen Prozess. Er wurde wegen des Erwerbs, des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornografischen Schriften und Videos verurteilt.

Daun. (vog) Im November 2007 absolvierte der Angeklagte als Wehrpflichtiger in der Dauner Heinrich-Hertz-Kaserne seinen Dienst. Kameraden auf der Stube ging die Neigung des 22-Jährigen für Kinderpornos mächtig gegen den Strich. Sie hatten die Fotos und Videos auf seinem Laptop gesehen, die den sexuellen Missbrauch von Kindern wirklichkeitsgetreu darstellten, und sprachen mit ihren Vorgesetzten darüber. Daraufhin wurde der Laptop beschlagnahmt und ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft erließ einen Strafbefehl über 1800 Euro wegen des Erwerbs, Besitzes und der Verbreitung von kinderpornografischen Schriften. Weil der Angeklagte gegen den Strafbefehl Einspruch einlegte, sollte es am Mittwoch, 20. August, zur öffentlichen Verhandlung vor dem Dauner Amtsgericht kommen. Kurz vorher akzeptierte der 22-Jährige überraschend doch das Urteil per Strafbefehl. Damit entfiel die öffentliche Verhandlung. Mit dem Strafbefehl über 60 Tagessätze je 30 Euro gilt der junge Mann nicht als vorbestraft.