Kirchengemeinde Daun und Kinopalast Vulkaneifel starten am 17. März gemeinsames Projekt.

Kirche : Kooperation von Kirche und Kino

Die Kirchengemeinde St. Nikolaus Daun und der Kinopalast Vulkaneifel starten am 17. März ein gemeinsames Projekt.

„Zwölf Uhr mittags“: Nach dem Westernklassiker mit Gary Cooper und Grace Kelly und nach der Uhrzeit des Beginns ist die Reihe benannt, bei der die Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Daun und der Kinopalast Vulkaneifel kooperieren.

„Aber wir schießen nicht“, sagt Pfarrer Ludwig Hoffmann lachend. „Wir möchten mit dem Titel einen Hinweis auf den anderen Ort und das andere Format des Gottesdienstes geben, und wir beziehen das Mittagsläuten der Kirchenglocken ein.“

Hoffmann hatte die Idee des gemeinsamen Projekts mit dem Kinopalast. „Ich gehe selbst gerne ins Kino“, erzählt er. Und bei Kurt Römer und Heike Müller, dem Kinobetreiber-Ehepaar, habe er offene Türen eingerannt, erinnert er sich an das erste Gespräch im Herbst vergangenen Jahres. Kino-Gottesdienste gebe es woanders schon, räumt Pfarrer Hoffmann ein. Für Daun seien sie neu – „ein Experiment also“, meint der Geistliche.

   Start der Reihe „Zwölf Uhr mittags“ ist am Sonntag, 17. März. Dann ist das allseits bekannte Notsignal „SOS“ das Thema des Gottesdienstes. Gemeint sei aber Rettung im allumfassenden Sinn, erklärt Pfarrer Hoffmann. Wesentliche Elemente des Gottesdienstes seien Gebet, Evangelium, Interview, Kurzfilm sowie Keyboardmusik und der Gesang des Projektchors. „Auf keinen Fall ziehen wir eine Show ab, und es wird auch keine Berieselung sein“, betont er.

Sein Wunsch sei, dass der Veranstaltungsort und das Format des Gottesdienstes auch Menschen anziehe, die sonst eher fernblieben. „Alle sind eingeladen, auch zur anschließenden Begegnung beim  Suppenbuffet“, sagen Pfarrer Hoffmann und die Kinobetreiber Heike Müller und Kurt Römer.

  Wenn Ludwig Hoffmann erklärt: „Aller guten Dinge sind drei“, nimmt er zwei weitere, in den zurückliegenden Jahren neu installierte Angebote der Pfarrgemeinde in den Blick: „Kirche auf dem Markt“ (Stand auf dem monatlichen Krammarkt von Mai bis Oktober) und die „Jahreszeiten-Matineen“ in der Nikolaus-Kirche (der Trierische Volksfreund berichtete).

Heike Müller und Kurt Römer betreiben ihrerseits den Kinopalast nicht als reine Abspielstätte von Filmen. „Wir betrachten uns als eine Kulturstätte“, sagen sie.

Soll heißen: Unter dem Titel „Filmauslese“ läuft jeden Tag ein besonders anspruchsvoller Film; zwei Mal im Monat ist Seniorenkino mit durchschnittlich 140 Zuschauern; ein Mal im Jahr sind die Schulkinowochen; es gibt Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und Firmen.

Und ab dem 17. März sollen „Kirche“ und „Kino“ in Daun mehr als die beiden Anfangsbuchstaben gemeinsam haben.

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