Kleine, aber schöne Erfolge

Kleine, aber schöne Erfolge

HILLESHEIM. Erste Erfolge: Stück für Stück voran geht es bei den Sozialplanverhandlungen für die Beschäftigten des Hillesheimer Hochwald-Werks, das geschlossen werden soll. Nach der zweiten Verhandlungsrunde liegt das Jobangebot für 18 der 45 Mitarbeiter im 50 Kilometer entfernten Hochwald-Werk in Erftstadt (der TV berichtete) nun auch schriftlich vor.

"Einerseits ist es nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, andererseits ist jeder, den wir unterbringen, ein Erfolg." Mit diesen Worten bewertet Werner Adolphi, Betriebsrats-Vorsitzender von Hochwald in Hillesheim, das Angebot der Hochwald-Geschäftsführung, 18 der insgesamt 45 Mitarbeiter im Zweigwerk in Erftstadt weiterzubeschäftigen. Das war zunächst mündlich ausgesprochen worden, mittlerweile liegt der Arbeitnehmervertretung auch das schriftliche Angebot vor. "Nach mehrmaligem Nachbohren", wie Adolphi berichtet. Und hinzufügt: "Jetzt können wir den Leuten auch etwas Konkretes sagen." Aus der Offerte geht hervor, dass Mitarbeiter aus allen Abteilungen benötigt werden. "Das geht querbeet: von Produktionsmitarbeitern über Staplerfahrer bis hin in den kaufmännischen Bereich und das Labor." Wer letztlich den Job bekomme, müsse per Sozialauswahl geregelt werden, kündigt Adolphi an. Also wer wie viele Kinder hat, seit wann im Betrieb ist und welche sonstigen Jobchancen hat. Keine Rolle spielt es nach Worten des Betriebsrats hingegen, dass bereits einige Hillesheimer Mitarbeiter in Erftstadt gearbeitet haben. "Da ist nichts reserviert", sagt er. Vielmehr hofft er insgeheim darauf, dass bei guter Marktentwicklung noch mehr Leute in Erftstadt untergebracht werden können.Erfolg: Schichtbeginn vereinheitlicht

Ein weiteres Ziel sei zwischenzeitlich erreicht worden: die Vereinheitlichung des Schichtbeginns in den unterschiedlichen Abteilungen im Werk in Erftstadt. "Das haben der Betriebsrat und die Werksleitung gemeinsam erreicht und damit überhaupt erst die Grundlage dafür geschaffen, dass von Hillesheim aus Fahrgemeinschaften gebildet werden können. Ein schöner Erfolg." Ebenfalls als positiv wertet er, dass bei den Verhandlungen, die Ende Juli in die dritte Runde gehen, offensichtlich nichts übers Knie gebrochen werden soll. Adolphi: "Die Geschäftsführung hat uns gefragt, ob wir, wenn nötig, auch bereit wären, über das Jahresende hinaus zu verhandeln. Da haben wir natürlich nichts dagegen."

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