Knacken Burgfestspiele Mayen den Rekord?
Mayen · Wenn\'s auch den einen oder anderen Festspielbesucher derzeit arg im Burghof fröstelt: Das Theaterfestival in Mayen steuert offenbar auf einen neuen Besucherrekord zu. Vor der Premiere des jüngsten Stückes "Non(n)sense" sind 31 500 Karten verkauft worden, gut 1500 mehr als zur selben Zeit im Vorjahr.
Mayen. Für Oberbürgermeisterin Veronika Fischer ist der Erfolg der Burgfestspiele Mayen "ein tolles Ergebnis" und ein Indiz dafür, dass Intendant Peter Nüesch "ein gutes, ein richtiges Gespür" für die Auswahl der Stücke bewiesen hat. Und es ist erst Halbzeit. Der Renner in dieser Saison ist das Kinderstück "Michel in der Suppenschüssel". 96 Prozent der Karten sind für das Astrid-Lindgren-Stück bislang verkauft worden. Das Stück, von Peter Nüesch adaptiert, war auf den Spielplan gekommen, weil es sich die Zuschauer in einer Umfrage gewünscht hatten. Der Erlös aus dem Kartenverkauf deckt nur 40 Prozent der Kosten des Gesamtbudgets. Deswegen hegt und pflegt die Stadt die Sponsoren, die sich mit rund 430 000 Euro an der diesjährigen Spielzeit beteiligt haben. Im kommenden Jahr steht die Jubiläumssaison an - die Burgfestspiele stehen seit 25 Jahren unter der Regie der Stadt - mit unter anderem Alexis Sorbas auf dem Programm. Ein großes Maß an Spendierfreudigkeit für das im nördlichen Rheinland-Pfalz einzigartige Theaterfestival bewegt die Sponsoren, was auch Eveline Lemke nicht entgangen ist. Die Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin ist davon angetan, was beispielsweise der Freundeskreis der Burgfestspiele bewegt: "Er stellt jede Menge guter Dinge auf die Beine, großartig, diese Solidarität." In Mayen gebe es einen gesellschaftlichen Zusammenhalt, der funktioniert. Politik könne unterstützen. Das Land tut dies derzeit mit 190 000 Euro. Allerdings: Tendenz fallend.