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Kölsche Hommage an die Eifel

Kölsche Hommage an die Eifel

Eine superjeile Zick erlebten rund 700 begeisterte Besucher beim Konzert von "Brings" im Forum Daun. Vor 18 Jahren wurde die Kölsch-Rockband gegründet und wird damit volljährig. Doch kein Grund, jetzt erwachsen zu werden, Brings bleibt Brings wie immer in ihrem unverwechselbaren Stil.

Daun. Berühmt ist sein Bühnenauftritt im Schottenrock, womit sich Stephan Brings ("das ist die Frau in mir") schon mal deutlich von den anderen Bandmitgliedern in Karo-Hosen abhebt. Stephans herausblitzender Popo ziert denn auch das neue und zwölfte Studioalbum "Rockmusik", das kürzlich herauskam.

Elf ihrer nun 18 Jahre spielt die Kölschband in der aktuellen Besetzung mit Peter Brings (Gesang, Gitarre), Stephan Brings (Bass, Gesang), Harry Alfter (Gitarre, Gesang), Kai Engel (Keyboards, Gesang) und Christian Blüm (Schlagzeug, Gesang). In dieser Zeit hat sich die Band sehr erfolgreich einen Namen mit deutschen und kölschen Rocksongs gemacht, und in dieser Schaffensphase entstanden gefühlvolle Liebeslieder wie "Will nur dich" und "Niemols im Lääve", aber auch absolute Partysongs zum Abfeiern wie "Su lang mer noch am lääve sin" oder "Loss mer danze". Aber Brings setzt auf mehr, will das alltägliche Leben in seine Musik einfließen lassen. Die Kölsch-Rockband zeigt mehrere Facetten, von der laut-rufenden gegen Missstände wie "Alles kütt zurück" bis zur aktuellen Bankenkrise "Wenn et einmol läuft, dann läuft et" oder dem Partyschlager "Poppe, kaate, danze".

Was macht Brings aus? Keine der kölschen Bands ist wilder und lauter als die Jungs von Brings, keiner springt und hüpft dabei so ausgelassen auf der Bühne wie Peter und Stephan. "In die Eifel kommen wir immer gerne, ihr sprecht oos Sproch", bekundete Peter Brings im Forum Daun.

Extra aus Bonn ist Angela Pisch gekommen, um die Band zu sehen und zu hören. "Was ich erwarte? Eine tolle Party, ich bin schon seit zehn Jahren Brings-Fan. Mein absolutes Lieblingslied der Band ist ‚Poppe, kaate, danze'", sagte die Bonnerin.

Brings, das bedeutet, sich an den Händen halten und mitsingen, auch wenn man nur den Refrain kennt. Natürlich gab es für die begeisterten Fans auch die "superjeile Zick" zu hören, und als Hommage an die Eifel sangen sie "Die Luft is sauber und der Himmel blau, die Küh sind glücklich und die Bure schlau, und wir sind ohne Zweifel mitten in der Eifel".