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Kölsche Töne am Nürburgring

Kölsche Töne am Nürburgring

NÜRBURGRING. (HG) Die Vorbereitungen für die fünfte Jahreszeit laufen auf Hochtouren. Deshalb verordnete die Kölsch Band "Bläck Fööss" ihrem Fahrer Thorsten Geißele ein Training im Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring und testete dabei auch einmal selbst ihre Fahrkünste.

Fast täglich stehen die Musiker der "Bläck Fööss" im Studio und basteln an ihren neuen Songs, damit die vielen Auftritte in der Saison 2005 perfekt über die Bühne gehen. Hinzu kommen auch noch die vielen Termine in Köln, im Umland oder an anderen Orten in Deutschland. Deshalb ist ihr Fahrer Thorsten Geißele, der sie mit einem Transit durch die Lande tourt, ein ganz wichtiger Mann. Denn auf ihn müssen sie sich in jeder Situation verlassen können. Damit die Musiker ohne "Mallörche" sicher von einem Saal zum nächsten gelangen, hatten sie ihrem Chauffeur ein Training im Fahrsicherheitszentrum Nürburgring verordnet. "Thorsten muss uns bei Wind und Wetter, Tag und Nacht, kreuz und quer durch die Gegend fahren. Und da macht so ein Training richtig Sinn - zumal, wenn Frau Holle auf einmal auch noch über Köln die Bettdecken ausschüttelt. Schließlich wollen wir ja gut durch die Session kommen", sagte Fööss-Gitarrist "Bömmel" Lückerath. Mitgekommen an den Nürburgring waren neben den Fööss "Kafi" Biermann und "Bömmel" Lückerath auch Bruder Klaus Lückerath und Detlef Vorholt von den Paveiern, die sich selbst einmal von den Eigenschaften des Fahrsicherheitszentrums überzeugen wollten. Unter der Leitung von Instruktor Klaus Holzem ging es auf den Schleudersimulator, auch richtiges Bremsen und Ausweichen wurde geübt. Eigentlich nichts Neues für Thorsten Geißele, der schon zweimal im Fahrsicherheitszentrum war, um sich fit für die Straße zu machen. Seit acht Jahren tourt er neben den Föös auch andere Stars bei ihren Konzerten durch Köln. Zwar ist der Job schon anstrengend, aber hetzten lässt sich Geißele nicht. "Stress hast du nur, wenn du dir selbst Stress machst und die Sicherheit geht für mich immer vor", ist sein Motto. Und bisher hatte er noch nie einen Unfall. Seinem Kommando gehorchen die Fööss und andere Stars, wenn sie im Fahrzeug sind. "Auf der Bühne sind sie die Hauptdarsteller, im Auto bin ich der Boss", sagte Geißele. Instruktor Klaus Holzem war nach dem Sicherheitstraining "positiv überrascht" vom Können des Kölner Promi-Chauffeurs. "Man merkt, dass er ein Profi ist, aber auch für ihn war noch etwas Neues bei den Übungen dabei." Die Wasserhindernisse umkurvte er zum Erstaunen aller einfach. Und auch bei anderen Übungen hatte er den Bus sicher im Griff. "Unser Fahrer ist eben ein Naturtalent", lobte Bömmel. Auch die Musiker griffen selbst ans Lenkrad, um ihre Fahrtüchtigkeit zu testen. "Ich hatte ja erst etwas Schiss vor dem Kurs", sagt Fööss-Sänger Kafi. "Aber ich hab trotzdem mitgemacht und kann nur sagen - Prädikat: absolut empfehlenswert." Ex-Taxifahrer und Motorrad-Fan Detlef Vorholt war überrascht von den vielen Tricks und Tipps, die "man einem alten Fahrensmann im FSZ noch beibringt". Der Tenor der Kölner Musiker war einstimmig: "Wir werden auf jeden Fall Wiederholungstäter, denn wir haben im FSZ viel gelacht, viel Spaß gehabt und wirklich wichtige Sachen gelernt."