Kolumne Pitter : Komm bitte zurück, Haselhuhn!

Hallo Düsseldorf! Hallo Lückenschlussplaner! Der Haselhuhn-Gedächtnis-Tunnel, mit dem ihr unseren schönen Zeitplan zerschossen habt, wird nicht mehr gebraucht! Ich weiß es aus verlässlicher Quelle: vom Umweltverband Naturschutzinitiative.

Denn die haben verkündet, dass das Haselhuhn umgezogen ist. Wie, es gibt mehrere? Glaub ich nicht, das eine, das sich da oben im Eifeler Norden so gut versteckt hat, dass niemand es je gefunden hat, war einfach die ständigen Nachstellungen satt. Null Privatsphäre mehr – also ab ins Siegerland. Respekt: Von Blankenheim (wenn es denn dort gewohnt hat) bis Freudenberg sind es gut 120 Kilometer. Gut zu Fuß ist es also, das Wappentier der Lückenschluss-Gegner.

Ich rate davon ab, ins Siegerland zu fahren: auch dort werdet ihr es nicht finden. Denn merke: „Das Haselhuhn ist wohl die seltenste und bedrohteste Art im Siegerland, in ganz Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und vom Aussterben bedroht. Das Haselhuhn ist eine sehr scheue Art, die sich meist in der Deckung des Unterholzes aufhält, weswegen dieses nur wenige Leute zu Gesicht bekommen...„Das Haselhuhn ist für Deutschland vergleichbar mit dem Schneeleoparden am Himalaja.“ Was, bekannt wie ein Schneeleopard? Wie kriegen wir bloß unser Haselhuhn zurück? So was Seltenes haben wir doch sonst nicht in der Eifel.

Kolumne Piiter
Foto: TV/Werhan, Michael
Kolumne Piiter
Foto: TV/Werhan, Michael

Hallo Haselhuhn! Bitte melden! Du kriegst auch deinen eigenen Tunnel, versprochen!. Ohne LKW und PKW, nur für dich. .Aber erst Ende nächster Woche. Am Montag muss ich zum Friseur – in Österreich. In Luxemburg war nix mehr frei...