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Kommentar Bürgerentscheid Biotonne in der Vulkaneifel

Meinung : Entscheidungsgrundlage muss alles umfassen

Der erbitterte Streit um die Biotonne hat viele Wunden geschlagen, und manch einer hätte sicher nichts dagegen gehabt, wenn sich das Thema irgendwie von selbst erledigt hätte. Aber ein Augen-zu-und durch-Prinzip hat auch in dieser Angelegenheit nichts verloren.

Nun hat sich also eine Mehrheit im Kreistag gefunden, Gelegenheit für einen erneuten Anlauf, klären zu lassen: Wie sieht es der Bürger? Gibt es tatsächlich eine Mehrheit, die die Biotonne – unter den heutigen Gegebenheiten – wieder haben und die Container verbannen will?

Fest steht schon jetzt: Es ist eine alles umfassende Informationsgrundlage aufzuarbeiten, mit der den Einwohnern des Kreises erläutert wird, welche Auswirkungen eine Entscheidung pro oder contra Biotonne hätten. Deutlich gemacht werden muss, dass es ein zurück zur Situation vor 2020 nicht geben wird. Eigentlich selbstverständlich, aber dennoch der Hinweis: Bei einer solch weit reichenden Entscheidung müssen alle Fakten auf den Tisch.

Rein rational ist das alles machbar, aber was ist mit den Emotionen? Steht ein „Wahlkampf“ mit unversöhnlichen Fronten bevor? Der Kreistag ist jedenfalls am Montag mit gutem Beispiel vorangegangen: So sachlich wie wohl selten zuvor ist über das strittige Thema diskutiert worden. Weiter so! s.sartoris@volksfreund.de