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Kommentar Mammutaufgabe Rondell

Wirtschaft : Mammutaufgabe Rondell

Die vorzeitige Flucht des neuen Pächters der Rondellgastronomie ist ein weiteres Kapitel im Trauerspiel um den Zustand des Immobilienkomplexes mit der Stadthalle als ihrem Herzstück.

So groß die Freude, dass nach Jahren des Leerstands endlich wieder ein neuer Pächter für das Restaurant gefunden worden war und der Laden offenbar auch ganz gut lief, so groß ist nun die Enttäuschung. Doch die vorzeitige Vertragsauflösung ist angesichts der ausbleibenden Investitionen und des „Treppenhaus-Problems“ nachvollziehbar.

Kurzfristig mag der Stadt die Gelegenheit ja noch recht sein, die geplanten Investitionen von gut 100 000 Euro zurückstellen zu können, da die Kommunalaufsicht ohnehin den Rotstift an den städtischen Etat angesetzt hat. Die Probleme sind damit aber nur aufgeschoben, denn: Für den gesamten Komplex aus Stadthalle und Gastronomie besteht Sanierungsstau. Es wird eine Mammutaufgabe und sicher nicht in einem Jahr zu bewältigen sein, diesen zu beseitigen. Aber: Das Problem muss angegangen werden: Denn erstens hat die Stadt Gerolstein keinen anderen überdachten Veranstaltungsort und zweitens wird sich ein neuer Pächter nur finden, wenn die gastronomische Einrichtung auf modernem Stand ist. Und es ist zwingend geboten, dass sich die Stadt darum kümmert, ihr Hausrecht im Rondell auszuüben.

m.huebner@volksfreund.de