Komplettsanierung für Buckelpiste

Komplettsanierung für Buckelpiste

Für mehr als eine viertel Million Euro wird derzeit die Kreisstraße 85 von Nohn bis zum Landkreis Ahrweiler erneuert. Der Kreisanteil beträgt gut 50 000 Euro, die Strecke bleibt noch mindestens diese Woche gesperrt.

Nohn. Wenn man nicht gerade passionierter Motorradfahrer ist oder in einem der angrenzenden Dörfer wohnt, kommt man eher selten dazu, die K 85 zu befahren. Die kleine Straße verbindet Nohn (Verbandsgemeinde Hillesheim, Landkreis Vulkaneifel) mit dem Dörfchen Dankerath (Verbandsgemeinde Adenau, Landkreis Ahrweiler).
Weil nur wenige Menschen die Straße benutzen, wurde die Sanierung immer wieder auf die lange Bank geschoben - obwohl sie seit Jahren geboten ist. So wurde bereits 2006 der "dringende Ausbaubedarf" durch den Kreis festgestellt. Der wurde durch die beiden jüngsten Winter noch ein wenig dringender.
Ursprünglich war der Ausbau nicht in diesem Jahr geplant. Jetzt dann aber doch noch überraschend. Das hat laut Klaus Eich, dem für Kreisstraßenbau zuständigen Mitarbeiter in der Kreisverwaltung in Daun, damit zu tun, dass Geld aus anderen Straßenbauprojekten übrig war. Konkret geht es um die K 16 bei Schalkenmehren.

52 000 Euro zahlt der Kreis


Da vom Land nur genehmigt worden war, die Straße erst ab dem Ortsschild bis zur Einmündung in die Landesstraße 46 auszubauen, und nicht auch im Ort, stand Geld zur Verfügung. "Deswegen konnten wir nun unter anderem diese Maßnahme in Angriff nehmen, die wir ansonsten weiter vor uns hergeschoben hätten", sagt Eich.
Da die Pläne dafür bereits in der Schublade lagen und die Vorbereitungen weitgehend erledigt waren, konnte das Vorhaben auch rasch in die Tat umgesetzt werden.
Auf dem 1860 Meter langen Abschnitt vom Ortsschild Nohn bis zur Landesgrenze haben die Arbeiter die löchrige und rissige Fahrbahndecke angefräst. Darauf kommt nun eine rund zehn Zentimeter dicke Asphaltschicht. Gut die Hälfte davon ist bereits fertig. Insgesamt werden laut Polier Ralf Böttgenbach von der Firma Wurzel-Bau aus Jülich rund 1800 Tonnen Asphalt aufgebracht und verdichtet.
Wenn es nicht zu Lieferschwierigkeiten kommt, geht alles recht zügig. Denn das Wetter spielt mit. "Es ist zwar morgens schon recht kalt, aber bei Asphaltarbeiten wird einem schnell warm", sagt der Polier.
"Außerdem haben wir in den Kurven die Randsteine und Entwässerungsrinnen erneuert und an einigen Stellen neue Entwässerungsrohre unter der Straße eingebaut", sagt Böttgenbach. So soll verhindert werden, dass das Wasser vom Hang quer über die Straße läuft.
Anschließend werden noch die Bankette erneuert. Die Straße wird daher vermutlich noch mindestens diese Woche gesperrt sein.
Für die Firma ist es der erste Straßenbauauftrag des Landkreises Vulkaneifel. Wenn es nach Klaus Eich gehen würde, aber nicht der letzte. Er sagt: "Sehr gute Arbeit, sehr guter Preis." Und aus noch einem Grund ist Eich zufrieden: dass komplett saniert wurde, anstatt die maroden Stellen zu flicken.
Das sei nämlich zuvor geplant gewesen. "Dann hätten wir eine längere Bauzeit gehabt, ein schlechteres Ergebnis, und der Kreis hätte auch noch mehr gezahlt", sagt der Fachmann und spricht von rund 80 000 Euro. Wegen der besonders hohen Landesförderung von 80 Prozent (üblich sind 70 Prozent) liegt jetzt der Eigenanteil des Kreises bei 52 000 Euro. mh