Krankenhaus Daun erweitert Angebot

Versorgungslücke im Kreis Vulkaneifel wird geschlossen: Zusammen mit einem Kooperationspartner richtet das Krankenhaus Daun eine Zwölf-Betten-Abteilung für Psychosomatik ein.

 Hat in wenigen Tagen eine Abteilung mehr: das Krankenhaus Daun. TV-Foto: Archiv/Stephan Sartoris

Hat in wenigen Tagen eine Abteilung mehr: das Krankenhaus Daun. TV-Foto: Archiv/Stephan Sartoris

Daun. (sts) Mit dem Spruch "Was lange währt, wird endlich gut" spielte Franz-Josef Jax, Geschäftsführer des Maria-Hilf-Krankenhauses Daun, bei der Vorstellung des neuen Angebots des Hauses auf die lange Vorgeschichte der Einrichtung einer Psychosomatik-Abteilung an. Mehr als zehn Jahre habe sich das Krankenhaus mit dem Thema Psychosomatik beschäftigt, aber die Voraussetzungen für die Eröffnung einer eigenen Abteilung seien erst im vergangenen Jahr geschaffen worden. Nun aber wird sie Realität: Ab dem 22. Februar können Patienten aufgenommen werden. Diese können auch von den niedergelassenen Ärzten in der Region an die neue Krankenhaus-Abteilung überwiesen werden.

Das Krankenhaus Daun betritt kein völliges Neuland, sondern arbeitet mit den AHG (Allgemeine Hospitalgesellschaft) Kliniken Daun zusammen, die schon seit vielen Jahren Rehabilitation bei psychosomatischen Erkrankungen anbieten. "Hier wird zusammengeführt, was zusammengehört", stellte Geschäftsführer Jax fest.

Bislang hat es keine Möglichkeit einer stationären Behandlung von psychosomatischen Störungen im Kreis Vulkaneifel gegeben. "Der Bedarf ist erwiesenermaßen da, aber ein solches Angebot hat bis dato gefehlt in unserer Region", stellten die Vertreter des Krankenhauses und der Kliniken übereinstimmend fest. Sie betonten auch, dass die neue Abteilung in Daun keine Konkurrenz zur Psychiatrie in Gerolstein darstelle.

Die Abteilung im Maria-Hilf-Krankenhaus wird zunächst zwölf Betten bieten, geleitet wird sie von Professor Thomas Marth (Chefarzt der Abteilung Innere Medizin) und dem Chefarzt der Kliniken Daun, Dr. Niels Bergemann. Untergebracht ist sie im sechsten Stock, dort sind einige Umgestaltungen vorgenommen worden mit Blick auf spezielle Bedürfnisse der Psychosomatik-Patienten. Sollte festgestellt werden, dass der Bedarf höher ist als die zunächst bereitgestellte Bettenkapazität, sei eine Erweiterung auf bis zu 18 Betten möglich, erklärte Jax.

Aus Sicht der Kooperationspartner wird mit der Eröffnung der Abteilung in einigen Tagen eine "Versorgungslücke" geschlossen. Patienten könnten dann schneller zu einer Behandlung kommen, für bereits bestehende Einrichtungen gebe es teilweise lange Wartezeiten.

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