Kreis kehrt nach vier Jahren zurück
Daun · Wieder drin: Der Kreis Vulkaneifel ist ab Januar 2015 wieder Mitglied in der Initiative Region Trier. 2010 war er ausgestiegen, weil der Nutzen aus der Mitgliedschaft in keinem vernünftigen Verhältnis zum Mitgliedsbeitrag stand. Da die IRT nun ehrenamtlich geführt wird, sind die Kosten gesenkt worden.
Daun. IRT? Mit dem Kürzel können nur wenige noch etwas anfangen, denn der Kreis Vulkaneifel war vor vier Jahren aus der Initiative Region Trier ausgetreten.
Sie war 1994 von den vier Landkreisen der Region Trier (Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel), der Stadt Trier, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Trier sowie der Bitburger Brauerei gegründet worden. Ziel war es, die Region als Wirtschaftsstandort zu vermarkten. Über die Jahre wurde aber die Kritik an der IRT immer lauter. Der Vorwurf: Sie sei "aufgebläht und zu teuer", es werde viel diskutiert und viel Papier produziert, aber wenig Konkretes umgesetzt.
Auch eine Mehrheit des Kreistags Vulkaneifel war mit der Arbeit unzufrieden. Die Konsequenz: Nach 16 Jahren beendete der Kreis Vulkaneifel Mitte 2010 seine Mitgliedschaft. Begründung: Der Mitgliedsbeitrag von jährlich mehr als 16 000 Euro stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu den Vorteilen, die der Kreis aus der Mitgliedschaft habe. Nur die CDU hatte damals gegen den Ausstieg votiert.
Einstimmig beschlossen
Vier Jahre später steht der Kreis vor dem Comeback in der IRT: Der Kreisausschuss hat einstimmig beschlossen, am 1. Januar 2015 wieder Mitglied zu werden. Die IRT versteht sich selbst als "eine neutrale Plattform der Koordination, Diskussion, Moderation, Projektentwicklung und Umsetzung regionaler Maßnahmen". Aus der Krise vor einigen Jahren wurden Konsequenzen gezogen: Die IRT hat längst eine neue Organisationsstruktur. Die Geschäftsführung hat die IHK Trier unentgeltlich übernommen, unterstützt wird sie dabei von der Handwerkskammer. Die deutlich schlankere Struktur hat auch zur Folge, dass die Kosten runtergefahren werden konnten.
Laut IRT-Satzung zahlen Kreise und die Stadt Trier jährlich gemeinsam 23 000 Euro Mitgliedsbeitrag. Der Anteil des Kreises beläuft sich nun auf gut 2 700 Euro, kein Vergleich mehr zu den rund 16 000 Euro, die einst zu zahlen waren. Und überweisen muss der Kreis seinen Beitrag erst im nächsten Jahr: Für 2015 hat die IRT-Mitgliederversammlung den Betrag ausgesetzt, so dass im kommenden Jahr den Kreis die Mitgliedschaft nichts kostet. sts