Kreis saniert Straßen für zehn Millionen Euro

Kreis saniert Straßen für zehn Millionen Euro

Großes Paket: 2012 werden für zehn Millionen Euro Kreisstraßen im Landkreis Vulkaneifel saniert und ausgebaut. Das ist gut drei Mal so viel wie üblich. Der Eigenanteil des Kreises beträgt 2,6 Millionen Euro.

Daun. Im Haushalt des Landkreises Vulkaneifel für 2012 fehlen 5,8 Millionen Euro. Dennoch wird investiert - mit Abstand am meisten Geld in den Ausbau der Kreisstraßen: insgesamt zehn Millionen Euro. Nach Abzug der Landesförderung verbleibt ein Eigenanteil des Kreises von 2,64 Millionen Euro.
Als "Paket mit relativ großem Investitionsvolumen", bezeichnet Heinz-Peter Hoffmann, zuständiger Abteilungsleiter in der Kreisverwaltung, das Bauprogramm.
Sachgebietsleiter Klaus Eich konkretisiert: "Das liegt deutlich über dem Durchschnitt: Normalerweise haben wir einen Kreisanteil zwischen 700 000 und 800 000 Euro." Das aktuelle Bauprogramm ist also drei bis vier Mal so groß. Es umfasst 18 Einzelprojekte, darunter zwei Fortsetzungen (K 16: Ausbau der Ortsdurchfahrt Schalkenmehren und K 35: Ausbau der Straße zwischen Berlingen und Hohenfels). Die Liste reicht vom 90 000 Euro (Kreisanteil 27 000 Euro) teuren Ausbau der K 33 in Neroth bis zu Millionenprojekten.
Das größte und teuerste Vorhaben ist ein Gesamtpaket aus fünf Einzelposten rund um die Kreisstraßen 50, 51 und 52 mit den Ortsdurchfahrten Auel, Steffeln, den Verbindungen nach Basberg sowie zwischen den Orten und zu den angrenzenden Landesstraßen.
An fünf Stellen gleichzeitig


Die Kosten für das Gesamtprojekt werden mit 3,14 Millionen Euro veranschlagt, der Kreisnettoanteil mit 785 000 Euro. Hoffmann hofft, dass die tatsächlichen Preise darunter liegen werden, "da wir einen günstigen Ausschreibungszeitpunkt haben". Zwangsweise. Denn eigentlich war das Vorhaben bereits für dieses Jahr geplant. "Daraus wurde aber nichts, weil wir kein Baurecht hatten", sagt Hoffmann.
Das ist jetzt da, die Ausschreibung läuft, die Auftragsvergabe ist für Januar geplant. "Wenn es das Wetter zulässt, legen wir im Frühjahr sofort los", kündigt Eich an. Was, wann, in welcher Reihenfolge gebaut werde, sei derzeit noch nicht klar, sondern werden mit der beauftragten Firma besprochen. "Wir werden berücksichtigen, wie es am erträglichsten für die Bevölkerung ist und wie beispielsweise der Busverkehr möglichst ungehindert fließen kann. Es wird auf jeden Fall an fünf Stellen gleichzeitig gearbeitet", sagt Eich. Die Bauzeit für das Großvorhaben beziffert er auf "ein bis anderthalb Jahre".
Ebenfalls ins Gewicht fallen zwei weitere Ausbauvorhaben, die mit jeweils mehr als einer Million Euro veranschlagt sind. Das ist zum einen der Ausbau der K 59 in Niederehe, der 1,35 Millionen Euro (Kreisanteil 405 000 Euro) kosten soll. Zum anderen ist das der Ausbau der K 14 im Bereich Ober- und Niederwinkel, für den 1,3 Millionen Euro veranschlagt sind (Kreisanteil 325 000 Euro).
Ob jedoch letztlich das gesamte Ausbauprogramm 2012 auch realisiert wird, hängt laut Hoffmann von vier Faktoren ab: "Die Straßenplanung muss abgeschlossen sein, Baurecht muss vorliegen, die Fördermittel müssen bewilligt sein, und vor allem muss die Aufsichtsbehörde die Projekte genehmigen." Denn: Der Kreisanteil ist für alle Vorhaben kreditfinanziert.Extra

Das Thema Kreisstraßen-Abstufungen wurde in der jüngsten Kreistagssitzung vertagt. Zunächst solle noch einmal das Gespräch mit den beteiligten Gemeinden gesucht werden. Folgende Kreisstraßen sollen zu Gemeindestraßen abgestuft werden: K 88 in Kelberg-Köttelbach (Länge 399 Meter); K 91 in Kirsbach (177 Meter); K 97 in Arbach (302 Meter); K 22 Katzwinkel bis L 67 bei Gefell (1505 Meter); K 40 Neichen (von der L 46) (965 Meter); K 88 bei Kelberg-Köttelbach (bis zur B 410 in Kelberg) (602 Meter). Heinz-Peter Hoffmann, zuständiger Abteilungsleiter in der Kreisverwaltung des Vulkaneifelkreises, sagt: "Es geht darum zu klären, was vor der Abstufung noch vom Kreis auszubessern ist. Also eine reine Kostenfrage." Bis Mitte des Jahres wird eine Entscheidung angestrebt. mh