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Kreis Vulkaneifel hat Klimaschutzmanagerin mit Schwerpunkt Mobilität

Umwelt : Klimaschutz bekommt immer größeren Stellenwert

Sophia Keßeler-Johann, neue Klimaschutzmanagerin mit Schwerpunkt Mobilität, ergänzt das Team der Verwaltung in Daun.

(red/sts) Klimaschutz war vor Corona lange das große Thema und hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, indem die Gesetzgeber verpflichtet wurden, die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher zu regeln, wieder für Schlagzeilen gesorgt. Auch auf der kommunalen Ebene bekommt Klimaschutz einen immer größeren Stellenwert, so auch im Kreis Vulkaneifel.

Die Verwaltung hat eine neue Stelle eingerichtet: Seit April arbeitet Sophia Keßeler-Johann als Klimaschutzmanagerin mit dem Schwerpunkt Mobilität bei der Kreis­verwaltung in Daun und kümmert sich um die Umsetzung der Maßnahmen des Teilkonzepts „Nachhaltige Mobilität“, das 2019 gemeinsam mit dem Integ­rierten Klimaschutzkonzept fertiggestellt wurde. Finanziert wird die Stelle zu 100 Prozent vom Projektträger Jülich (Teil der Forschungszentrum Jülich GmbH).

„Das Hauptaugenmerk meiner Arbeit liegt auf der Umsetzung der im Teilkonzept Nachhaltige Mobilität  festgelegten Maßnahmen. Ziel ist es, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen zu sichern und effizienter zu gestalten. Klimaschutz und nachhaltige, klimafreundliche Mobilität sind zwei eng verknüpfte Themen, die sich nicht voneinander trennen lassen. Somit freut es mich, diese Querschnittsaufgabe zu übernehmen“, sagt Sophia Keßeler-Johann.

Die Klimaschutzmanagerin legte bereits in der Schulzeit am Martin-von-Cochem-Gymnasium in Cochem ihren Interessensschwerpunkt auf die Biologie und Geographie und wählte beide Fächer als Leistungskurse.

Es folgte ein Bachelorstudium der Biologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und ein Masterstudium der Bio-Geo-Wissenschaften an der Universität Koblenz- Landau. Nach ihrem Abschluss arbeitete Sophia Keßeler-Johann im Bereich Gewässerschutz. „Die Vulkaneifel als ländlicher Raum hat großes Potenzial im Sektor Nachhaltige Mobilität. Die Zahl der im Kreis zugelassenen Elektro- und Hybridautos ist stark angestiegen. Das zeigt, dass die Bevölkerung zunehmend offen für Elektromobilität ist. Nun gilt es, die Ladeinfrastruktur entsprechend auszubauen und ein flächendeckendes Netz entstehen zu lassen.“

Es gibt noch einige weitere Projekte, die sich die Klimaschutzmanagerin vorstellen kann: „Wir würden im nächsten Jahr gerne eine Aktionswoche mit einigen interessanten Projekten zum Thema klimafreundliche Mobilität veranstalten. Auch der Ausbau des Alltagsradverkehrsnetzes ist ein wichtiges Thema, welches nun angegan­gen werden muss. Die immer beliebter werdenden Pedelecs bieten oft – auch in Kombination mit dem ÖPNV – eine gute Alternative für das Auto.“

Zurzeit gebe es einige Fördermöglichkeiten, wie die KfW-Förderung „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ oder die Förderung „Ladeinfrastruktur vor Ort“.

Das Klimaschutz­management-Team der Kreisverwaltung Vulkaneifel besteht aus Sophia Keßeler-Johann und Laura Cramer. Erreichbar ist es unter der Mailadresse klimaschutz@vulkaneifel.de.