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Kreissparkasse Euskirchen führt Negativzinsen ein

Finanzen : Kreissparkasse Euskirchen führt Negativzinsen ein

(sts/mh) Die Finanzmärkte haben sich noch immer nicht entspannt. Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland verlangen Negativzinsen. Ende Januar hat auch die Kreissparkasse (KSK) Euskirchen ein sogenanntes „Verwahrentgelt“ eingeführt.

Es gilt zunächst nur für Neukunden.

Für neueröffnete Konten gilt bei der Kreissparkasse Euskirchen nun ein sogenannter „Strafzins“ von 0,5 Prozent. Das entspricht genau dem, was Geldinstitute zahlen müssen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken. Für private Girokonten gilt ein Freibetrag von 10♦000 Euro. Bei Tagesgeldkonten liegt der Freibetrag bei 50♦000 Euro und bei Geschäftskonten bei 20♦000 Euro.

Hintergrund ist laut einer Sprecherin, dass wegen der Negativzinsen anderer Banken zuletzt immer mehr Geld zur Kreissparkasse geflossen ist. Bestandskunden sind von dem Negativzins derzeit nicht betroffen. Parallel dazu will die KSK eine Beratungsoffensive starten, damit die Kunden einer Entwertung ihres Geldes entgehen.

Mittlerweile berechnen in Deutschland rund 190 Geldhäuser Negativzinsen. Das sind laut einem Verbraucherportal doppelt so viele wie vor einem halben Jahr.

Und wie sieht es bei der KSK Vulkaneifel und der Volksbank RheinAhr Eifel aus? Durchgängige Antwort: Das sei kein Thema – zumindest vorerst nicht. Dietmar Pitzen, Vorstandsvorsitzender der KSK Vulkaneifel, sagt: „Bei uns steht das Sparen im Namen, und Sparen darf nicht bestraft werden. Wir werden Negativzinsen nicht forcieren, denn das wollen wir nicht.“

Dennoch fügt der Vorstandsvorsitzende hinzu: „Wenn uns Mitbewerber zwingen, werden wir nachziehen. Ein Verwahrentgelt würde aber erst ab einer sechsstelligen Einlagesumme infrage kommen. Den normalen Sparer würde es nicht treffen.“