Kreisverband fordert mehr Unterstützung
Über 3200 Mitglieder aus 123 Wehren hat der Kreisfeuerwehrverband Vulkaneifel. Bei der Delegiertenversammlung in der Grundschule Hillesheim gab es starke Kritik am Landesfeuerwehrverband wegen dessen mangelnder Unterstützung und Handlungsweise.
Hillesheim. (HG) 394 Einsätze der Feuerwehren im Landkreis verzeichnet die Statistik der Kreisverwaltung Vulkaneifel im Jahr 2009. Neben diesen Zahlen gab es bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Vulkaneifel in der Grundschule Hillesheim aber auch andere Themen.
Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Christoph Bach ging in seiner Ansprache auf das Thema Führerscheinverordnung ein, bei der sich einiges geändert habe. So seien die Länder nun zuständig für die Fahrberechtigung bis 4,75 Tonnen. "Diese Gewichtsklasse ist jedoch für unsere Region nicht von großer Bedeutung. Wir müssen uns vielmehr für unsere Feuerwehreinheiten einsetzen, die Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen vorhalten, das sind die mittleren Löschfahrzeuge, TSF-W und unsere Mehrzweckfahrzeuge. Hierfür besteht bei unseren Feuerwehren großer Bedarf", sagte Bach.
Keine Unterstützung in Sachen Fahrerlaubnis
Er bemängelte hierbei die fehlende Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes. "Leider haben wir vom Verband sehr wenig, praktisch keine Unterstützung für die erweiterte Fahrerlaubnis für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen erfahren. Hier hätte der Verband seinen Mitgliedern mal was Gutes tun können", erklärte Christoph Bach.
Ein weiteres Thema war die Notstromversorgung in öffentlichen Gebäuden, was wieder einmal aktuell geworden sei beim letzten Sturmereignis Xynthia. "Dabei ist es sehr ratsam, dass einige öffentliche Gebäude über eine Einspeisemöglichkeit verfügen. Damit es die Möglichkeit gibt, für Kleinkinder oder auch für ältere Bürger eine warme Mahlzeit herzurichten", erläuterte Bach.
In diesem Jahr soll auch endlich das Thema Digitalfunk angepackt werden.
"Die Gerätebestellung wurde der Projektgruppe zugeleitet, der Probebetrieb ist für das vierte Quartal 2010 vorgesehen", erklärte der Bach. Die voraussichtlichen Kosten für die Beschaffung (ohne Einbau) der Digitalfunkgeräte für die Fahrzeuge des Landkreises, bestehend aus dem Brandschutzdienst, Sanitäts- und Betreuungsdienst und Brand- und Katastrophenschutz betragen rund 220 000 Euro, für den Landkreis liegen die Kosten hiervon bei 120 000 Euro, 100 000 Euro trägt das Land.
123 Feuerwehren im Kreisverband
Bei der Mitgliederentwicklung sei der Kreisfeuerwehrverband auf einem guten Weg, wie der Vorsitzende Frank Leuwer darlegte. "Wir haben einen Gesamtmitgliedsstand von 3262 Feuerwehrangehörigen. Von 128 Feuerwehren des Kreises sind 123 bei uns im Verband. Neu hinzugekommen sind die Freiwillige Feuerwehr Bodenbach und das Tambour- und Fanfarencorps der Freiwilligen Feuerwehr Kelberg".