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Kreisverkehr bleibt vorerst erhalten

Kreisverkehr bleibt vorerst erhalten

Bis Weihnachten werden die Bauarbeiten an dem 1200 Meter langen maroden Straßenabschnitt zwischen der ehemaligen Behelfsausfahrt und Nerdlen dauern. Der Kreisel Rengen bleibt, zunächst für drei Jahre.

Daun. Der Verkehr auf dem A-1-Teilstück läuft seit einigen Wochen, und seitdem haben die Behelfsausfahrt und der Kreisel ihre Funktion verloren. Aber während das endgültige Aus für die Ausfahrt längst besiegelt ist, hat der Kreisel noch eine Zukunft. Der Rückbau hätte nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) 30 000 bis 50 000 Euro gekostet, aber dieses Geld wird gespart - vorläufig. Nach Auskunft des Dauner Stadtbürgermeisters Wolfgang Jenssen bleibt der Kreisel zunächst für drei Jahre erhalten. "Ich halte das für sinnvoll. So können Erfahrungen gesammelt werden, ob der Kreisel, wie von einigen erhofft, wirklich eine geschwindigkeitsreduzierende Funktion erfüllt, wovon vor allem der Stadtteil Rengen profitieren könnte." Derzeit kann das noch nicht getestet werden, denn der Kreisel ist "stillgelegt" wegen der Bauarbeiten auf der L 46 bis zum Kreisel Nerdlen.

Über den miserablen Zustand dieses Teilstücks wurde lange geklagt, nun wird es auf einer Länge von 1200 Meter komplett erneuert. Rund 650 000 Euro kostet der Bau und soll bei entsprechend guten Wetterverhältnissen bis Weihnachten erledigt sein. Die Bauarbeiten haben zwischenzeitlich begonnen, zuständig ist eine Firma aus dem Hunsrück, die als erste Maßnahme Entwässerungsrohre an einer Straßenseite verlegt hat, die das Regenwasser auffangen sollen. Als nächster Schritt wird der Asphalt abgefräst, allerdings nicht komplett. "In den Talbereichen, wo er noch gut ist, wird der alte Belag bleiben. Abgefräst wird nur dort, wo es auch notwendig ist. Der Unterbau der Straße bleibt, er wird nur verfestigt, damit wir darauf wieder aufbauen können", erklärt Karl-Josef Tölkes, stellvertretender Leiter des LBM Gerolstein. Auch die Arbeiten an der Behelfsausfahrt sind in vollem Gange. Ein kleines Stück der Behelfsausfahrt bis unter den Überbau der Brücke bleibt für die Betriebsdienste noch erhalten, dort wird noch ein Wendehammer gebaut. Oberhalb der Straße unter der Liesertalbrücke wurde inzwischen schon der Belag abgefräst, der Frostschutz und auch die Entwässerungsleitungen wurden entfernt. Anfang vergangener Woche wurde mit dem Aufbau des Dammes begonnen. Tölkes: "Dafür wird der aufzuschüttende Boden mit einem Kalk-Zementgemisch vermischt und verbessert, damit er sich später nicht zu sehr setzt. Die Aufschüttung wird sechs bis acht Wochen dauern."