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Dorfwettbewerb: Kreiswettbewerb wird in diesem Jahr zur VG-internen Konkurrenz

Dorfwettbewerb : Kreiswettbewerb wird in diesem Jahr zur VG-internen Konkurrenz

Eine neue Runde für „Unser Dorf hat Zukunft“: In diesem Jahr treten nur Orte aus der Verbandsgemeinde Daun an. Und zwei davon gehören einer Ortsgemeinde an.

„Unser Dorf soll schöner werden“ – so hieß es einst. Aber längst hat der Wettbewerb, der heute „Unser Dorf hat Zukunft“ heißt, das Image, nur die schönsten Blumenbeete und die saubersten Straßen zu bewerten, hinter sich gelassen. Mittlerweile geht es um das Engagement der Bürger, soziale und kulturelle Aktionen, aber auch Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen.

Im Kreis Vulkaneifel haben in diesem Jahr drei Orte ihre Bewerbung eingereicht, zwei weniger als im vergangenen  Jahr. Kein großer Ausreißer nach oben oder unten, aber eben  doch weit entfernt von den Zeiten, als um die 20 Dörfer dabei waren.

  „Es hat durchaus reges Interesse an einer Teilnahme gegeben, aber aus unterschiedlichen Gründen haben einige Orte zumindest für dieses Jahr dann doch darauf verzichtet, mitzumachen“, erklärt Markus Kowall, bei der Kreisverwaltung zuständig für den Wettbewerb. „Für 2019 bin ich guter Dinge, dass es wieder deutlich mehr Anmeldungen geben wird.“ Vielleicht dann auch wieder welche von außerhalb der Verbandsgemeinde (VG) Daun.

Denn in diesem Jahr gerät der Wettbewerb zur VG-internen Ausscheidung, denn es treten Schalkenmehren und Üdersdorf an. Richtig gezählt, das sind nur zwei, aber aus Üdersdorf kommen gleich zwei Bewerbungen: die des Hauptorts (900 Einwohner) und des Ortsteils Tettscheid (190 Einwohner). „Wir machen mit, weil wir uns in den vergangenen Jahren gut aufgestellt haben“, sagt Ortsbürgermeister Günter Altmeier. „Das bürgerschaftliche Engagement bei uns ist hervorragend. Die Seniorenarbeit wird bei uns großgeschrieben, und gleichzeitig haben wir die Jugendgruppen und das Mehrgenerationentreffen wiederbelebt. Zu erwähnen ist auch die Vereinsvielfalt in Üdersdorf. Auch Tettscheid ist sehr rege in uneigennütziger Arbeit und ehrenamtlichem Engagement. Außerdem trotzen die Tettscheider der demografischen Entwicklung durch recht viel Nachwuchs. Stolz ist man dort, dass es in einem Jahr fünf Geburten gab.“

 Ortsschilder der Gemeinden, die 2018 am Dorfwettbewerb teilnehmen
Ortsschilder der Gemeinden, die 2018 am Dorfwettbewerb teilnehmen Foto: TV/Stephan Sartoris
 Ortsschilder der Gemeinden, die 2018 am Dorfwettbewerb teilnehmen
Ortsschilder der Gemeinden, die 2018 am Dorfwettbewerb teilnehmen Foto: TV/Stephan Sartoris

Und warum stellt sich Schalkenmehren der Konkurrenz? „Die vorangegangene Dorfmoderation hat uns gezeigt, dass unser Dorf wirklich Zukunft hat. Die Bürger haben viel gemacht. Darüber hinaus haben wir eine einzigartige Maarlandschaft, Naturschutzgebiete und stilsicher restaurierte Fachwerkhäuser aufzuweisen. Nicht zu vergessen unsere hervorragende Gastronomie“, sagt Ortsbürgermeister Peter Hartogh. „Was unsere Motivation angeht, passt ein Zitat des Schriftstellers Albert Camus: „Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben.“