Kritik an "wenig kollegialem Umgang"

Kritik an "wenig kollegialem Umgang"

Nach der Vergabe der Trailpark-Vermarktung an Markus Appelmann sind die Gerolsteiner Touristiker enttäuscht. Sie hatten sich die vergangenen drei Jahre darum gekümmert, erneut beworben, aber den Kürzeren gezogen.

Gerolstein. Hans Peter Böffgen, Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TW) Gerolsteiner Land, gibt sich als fairer Verlierer, ist aber dennoch enttäuscht. Er sagt: "Unterm Strich können wir mit der Auftragsvergabe an Herrn Appelmann gut leben." Er betont, dass die TW und Appelmann seit 2013 gut zusammengearbeitet hätten. Und im TW-Angebot für 2017 und 2018 sei ebenfalls eine intensive Zusammenarbeit mit Herrn Appelmann vorgesehen gewesen.
Die TW hat in ihrem Angebot auf folgende Punkte gesetzt: Überarbeitung des Streckennetzes, Investition in die Koulshore, Kooperation mit der MTB-Rad-Arena am Nürburgring sowie Anbindung der Stadt Wittlich an das Trailpark-Streckennetz. Auch, dass der Trailpark nach zehn Jahren etwas in die Jahre gekommen ist und andere MTB-Regionen aufgeholt haben, sei unstrittig. Aus diesem Grund habe sich die TW laut Böffgen im Frühjahr um ein Gespräch mit den Verantwortlichen in der VG Daun bemüht, um das eigene Zukunftskonzept vorzustellen. "Leider hat man uns hierzu nicht mehr die Möglichkeit gegeben, sondern sich für eine Neuausschreibung zum 1. Januar 2017 entschieden. Wir hätten uns einen anderen Weg gewünscht", sagt Böffgen und fügt hinzu: "Wir hätten uns im Verfahren auch einen weniger formalen und mehr kollegialen Umgang der Trailpark-Kooperationspartner miteinander gewünscht." Dennoch werde die VG Gerolstein/TW Gerolsteiner Land weiter ein kompetenter und motivierter Trailpark-Partner sein. "Wichtig sind schließlich keine persönlichen Befindlichkeiten, sondern einzig und allein, dass weiterhin viele Mountainbiker in die Vulkaneifel kommen, hier ein Angebot vorfinden, für Umsätze sorgen und letztlich Arbeitsplätze in der Vulkaneifel sichern", sagt Böffgen. mh