Kulturamt macht den Weg frei

Kulturamt macht den Weg frei

DAUN-RENGEN. (r.g.) Die Flurbereinigung macht den Weg frei: Die notwendigen Flächen für den A 1-Weiterbau auf der Gemarkung Rengen wurden der Straßenbau-Verwaltung zugewiesen.

Das Kulturamt in Prüm sorgt im Dauner Stadtteil Rengen für geordnete Verhältnisse: Mit dem Abschluss der Flurbereinigung verfügt die Straßenbauverwaltung nun über die notwendigen zusammenhängenden Flächen für den Weiterbau der A 1 in Richtung Norden. 42 Hektar Fläche wurden dem öffentlichen Bauherrn für die Trasse der Autobahn zugewiesen, weitere 63 Hektar als Ausgleichsfläche. Die Gemarkung Rengen ist von dem Autobahnbau auf einer Länge von vier Kilometern betroffen. Bereits 1998 hatte das Prümer Kulturamt dem Antrag der Straßenbauverwaltung statt gegeben und ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren in Rengen in die Wege geleitet, um sich abzeichnende Probleme durch den Autobahnbau zu vermeiden. So seien insbesondere Nachteile in der landwirtschaftlichen Struktur der Flächen beseitigt worden, teilt das Kulturamt mit. Die Straßenverwaltung hatte bereits vor der Flurbereinigung umfangreiche Flächen, die über die gesamte Gemarkung verstreut waren, angekauft. Diese wurden nun gezielt mit den Bereichen getauscht, die das Planfeststellungsverfahren für den Autobahnbau vorsieht. Große zusammenhängende Flächen im Hasbachtal und Liesertal sind damit künftig Eigentum der Straßenverwaltung und können gezielt entsprechend den Pflege- und Entwicklungsplänen von Landwirten vor Ort gepflegt und ökologisch weiterentwickelt werden. Darüber hinaus wurden durch freiwillige Landverzichte im Molbachtal und im Holzbachtal weitere Flächen für die A 1 bereit gestellt, die als landespflegerische Kompensation für die weiteren Abschnitte der A 1 benötigt werden. Neben diesem vorrangigen Ziel war aber auch eine Zweitbereini-gung zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Verhältnisse in der Gemarkung Rengen nötig, da die Flächenzuschnitte auf Grundlage der Erstbereinigung im Jahr 1933 durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden.

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