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Kulturwart der Dauner Ortsgruppe des Eifelvereins ist Wolf-Henry Sturt

Kultur : Im Großen und Ganzen ein Vergnügen

Der neue Kulturwart der Dauner Ortsgruppe (OG) des Eifelvereins ist Wolf-Henry Sturt. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellt der pensionierte Oberstudienrat seine Veranstaltungen vor. Und lässt exklusiv in seinem Erstling als Buchautor blättern.

(bb) Nein, in die Fußspuren seines Vorgängers werde er nicht treten können, meint Wolf-Henry Sturt. Denn was Alois Mayer - ebenfalls pensionierter Pädagoge und in Pützborn zuhause -  über Jahrzehnte für den Eifelverein geleistet habe, sei nicht zu toppen. „Aber ich habe mich nach der Anfrage des Vorsitzenden Michael Drockur gerne bereit erklärt, an dem kulturellen Teil des Veranstaltungsangebots mitzuwirken“, erklärt der 68-Jährige.

  Der Anfang ist gemacht – mit bis auf den letzten Busplatz besetzten und von Sturt geleiteten Tagesfahrten nach Bernkastel-Kues und Aachen. Nun steht der stets viel beachtete Kulturnachmittag auf dem Programm.

Am Sonntag, 29. März, führt der neue Kulturwart im Forum Daun in Wort und Bild in die Welt und das Werk des Eifelmalers Fritz von Wille ein. „Ich habe mich immer schon für Landschaftsmalerei interessiert, und wenn man dann noch in der Eifel lebt, gerät man automatisch an von Wille“, so begründet der Referent die Wahl des Themas. Er stelle aus der „nicht gerade üppigen Literatur“ das Interessanteste über den Künstler vor, sagt Sturt. Und empfiehlt in diesem Zusammenhang als Ergänzung zum Vortrag den für den 8. April geplanten Busausflug nach Bitburg, wo im Haus Beda an die 100 Gemälde von Fritz von Wille zu sehen sind (siehe Info).

  Neu im Veranstaltungsplan der Eifelvereins-OG Daun sind die Spaziergänge für Einheimische und Gäste, die jeweils montags im Monat Juli stattfinden und von Wolf-Henry Sturt sowie Ulrich Domenghino geführt werden. Ebenfalls im Sommer, am 27. Juni und am 8. August, haben Kulturfahrten unter Sturts Leitung die Städte Limburg und Lahnstein zum Ziel.

Als Akteure des diesjährigen „Kapellenkonzerts in Weinfeld“ am 30. August hat er den Musiker und Musikpädagogen Christoph Neumann (Manderscheid) mit einem Flöten-Ensemble gewonnen. „Die Aufgabe des Kulturwarts ist mit einiger Arbeit verbunden“, räumt Sturt ein – „aber im Großen und Ganzen ist es ein Vergnügen“, betont er.

   Sturt stammt aus der Nähe von Kassel und studierte in Hannover Englisch und Erdkunde für das Lehramt an Gymnasien. Von 1982 bis 2016 unterrichtete er am Dauner Thomas-Morus-Gymnasium. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder. In diesen Tagen erscheint sein erstes Buch auf dem Markt.

Es heißt „Erinnerungen eines Lehrers - Schule ist, wenn man trotzdem lacht“ und enthält auf 270 Seiten acht Satiren aus dem Schulleben. Es gehe um Elterngespräche, Pausenaufsichten, Lehrerausflüge, Noten, verrät Wolf-Henry Sturt – „und darum, dass Lehrer auch nur Menschen sind“, sagt er augenzwinkernd.