Kunst: Kunst aus der Druckmaschine

Kunst : Kunst aus der Druckmaschine

Anna Eiber und Thomas Peter haben in Schalkenmehren eine künstlerische Heimat gefunden.

In Schalkenmehren fühlen sie sich zu Hause. Dort haben Anna Eiber und ihr Lebenspartner Thomas Peter vor elf Jahren ein Anwesen in der Udlerstraße erworben. Die ehemalige KFZ-Werkstatt, die zu ihrem Haus gehört, haben sie zu einem geräumigen Atelier umfunktioniert. Hier gibt es unter anderem eine historische Druckmaschinen, mit denen sie viele ihrer kreativen Ideen umsetzen.

Anna Eiber hat an der Kunsthochschule Halle  an der Saale studiert. Ihr Metier ist das Drucken, Malen, Zeichnen und Modellieren, also ein vielseitiges Betätigungsfeld. Thomas Peter hat seine Studien an der Hochschule für Design in Köln und an der Hochschule für Bildende Kunst in Saarbrücken absolviert. Er behrrscht unterschiedliche Drucktechniken.

In Schalkenmehren beschäftigt  sich das Paar hauptsächlich mit Druckgrafiken, Holzschnitt, Linoleum  und Radierung. Zahlreiche Holz- und Kupferplatten befinden sich im Atelier, die für den Hochdruck mit Holz und Linoleum und den Tiefdruck mit Kupfer verwendet werden. Außerdem sind zahlreiche Entwurf- und Endzeichnungen zu sehen. In Schalkenmehren veranstalten Anne Eiber und Thomas Peter häufig Kinderprogramme, in denen sie   verschiedene Kunstrichtungen vermitteln. Bei anderen Aktionen können Interessenten aus dem Ort und der Ferne   unter ihrer Anleitung  kreativ arbeiten.Dabei werden Leinentaschen oder T-Shirts mit vielerlei „Schalkenmehren Motiven“ wie dem Fisch-Ortswappen bedruckt. In Schalkenmehren arbeitet das Paar auch mit Gasthäusern und  Hotels zusammen arbeitet. Für den Dorfgasthof Schmitz hat Eiber das besondere Etikett für die eigene Schalkenmehrener Apfelsaftflasche geschaffen und für das Hotel Michels ein Aquarell für die Sonntagsspeisekarte, und auch bei der 150-Jahr-Feier des Hotels Schneider-Schild wurde man aktiv mit dem Druck von 300 Jubiläumstaschen. Wenn Schaulustige im und außerhalb des Ateliers Fragen stellen, beantworten die Künstler diese  gerne und ausführlich. Beide gehen stets gut gelaunt und voller Ideen in ihren Arbeitsraum am Haus.

Auch Ortsbürgermeister Peter Hartogh lässt sich gern über das Schaffen mit passenden Maar- und Gebäudemotiven informieren. Traditionell am großen Dorf- und Gästefest bietet die 40-jährige Anna Eiber mit ihrem Partner einen Postkartendruck an. Demnächst geht die Reise nach Luxemburg. Dort sollen 1,50 Meter mal 2,20 Meter Holzschnitte mit der Straßenwalze gedruckt werden.

Eiber und Peter besitzen auch ein Atelier in Köln. Dort arbeiten sie freischaffend in den eigenen Künsten mit Laiengruppen. Mit diesen machen sie auch hin und wieder mehrwöchige Exkursionen nach Portugal. In Köln selbst haben sie auch schon an der Opernbühne am Bühnenbild und an den Kulissen gearbeitet.

„Wir arbeiten teils frei, teils nach vorgegebenen Aufträgen. Aber stets in unserem Sinne“, erklärt  der 53-jährige Peter, und seine Partnerin meint: „Besonders wertvoll sind für mich die verschiedenen Kurse mit Behinderten. Sie hinterlassen bei mir und auch den Teilnehmern bleibende Eindrücke. Hier wird das Innere der Menschen voll in das Geschaffene gelegt.“

Beide sind sich einig: „Wir arbeiten auch gerne mit anderen Künstlern zusammen, denn Teamarbeit hinterlässt in den verschiedensten Kunstwerken besondere Merkmale und Meinungen!“

Ihr größter Traum? Einmal „sesshaft“ werden in Schalkenmehren und nur noch im Schalkenmehrener Eifelatelier drucken, zeichnen, malen und modellieren.

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