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Kunst wertschätzen lernen - Im Herbstferienkurs entdecken Kinder ihre kreative Seite

Kunst wertschätzen lernen - Im Herbstferienkurs entdecken Kinder ihre kreative Seite

Seit der Gründung der Jugendkunstschule Vulkaneifel vor sechs Jahren stehen in den Schulferien Kurse für Kinder auf dem Programm - diesmal unter dem Motto "Formen und Farben des Herbstes".

Hillesheim. "Tschüss", ruft Lars Gerigk im Hinauslaufen. Dann bleibt er stehen, schaut Cornelia Lenartz und Michael Frangen an und sagt: "Bis zum nächsten Jahr!" Der Elfjährige gehört zusammen mit seinen Brüdern Benjamin (13), Alexander (9) und Felix (9) zu den Teilnehmern des Ferienkurses der Jugendkunstschule. Nun ist soeben auch die kleine Abschlussfeier mit den Eltern sowie der Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt und dem Hillesheimer Stadtbeigeordneten Hermann-Josef Schmitz als Gästen zu Ende gegangen. Die Kunstwerke werden eingesammelt und aus dem Haus der Malerin und Jugendkunstschulleiterin Cornelia Lenartz hinausgetragen.
Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren hatten sich vier Tage lang unter Anleitung von Lenartz und des Musikschulleiters, Musikers und Malers Michael Frangen (Stroheich) mit den Farben und Formen des Herbstes beschäftigt. Hatten unter verschiedenen Bäumen die schönsten bunten Blätter aufgelesen, sie skizziert und mit Acryl oder Ölkreide gemalt, sich anschließend in kleinen Gruppen über ihre Arbeiten ausgetauscht. "Und jeder entdeckte an dem Bild des anderen etwas Besonderes", beschreibt Michael Frangen diese Phase.
Ein weiteres Element des Kurses war das Kennenlernen und Nachempfinden eines berühmten Kunstwerks - in diesem Fall "Landschaft mit dem blauen Berg" von Paul Cézanne. "Länger als eine Stunde haben sich die Kinder auf das Bild konzentriert und darüber gesprochen", erzählt Cornelia Lenartz. Und genau dies sei auch ein wesentliches Anliegen der Jugendkunstschule: Interesse wecken und Kinder zur Wertschätzung von Kunst führen, betont sie. Auch zu dieser Unterrichtseinheit gehörte das eigene kreative Tun der Teilnehmer. Zudem spielte die Musik eine Rolle - im gemeinsamen Eingangslied und in Gruppenimprovisationen mit Schlaginstrumenten oder eigenen Instrumenten der Kinder.Extra

Annette Weinand, Birgel: "Für unsere Tochter Ronja ist dies der dritte Ferienkurs an der Jugendkunstschule, und dementsprechend war die Vorfreude schon groß. Hier lernt sie neue Techniken kennen, und ihr gefällt die Gemeinschaft. Sie hat jeden Tag mit Begeisterung von dem Kurs gesprochen." Ronja Weinand (10), Birgel: "Der Kurs war sehr schön. Am besten hat mir die Landschaftsmalerei gefallen. Dazu haben wir uns ein Kunstwerk angeschaut und dann selbst eine Landschaft gemalt. Ich durfte meine Klarinette mitbringen, und wir haben zusammen musiziert. Das hat Spaß gemacht." bb