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Land fördert modernen Sportplatz für Kelberg

Land fördert modernen Sportplatz für Kelberg

Das Land hat für die Modernisierung der Kelberger Sportanlage Fördermittel aus dem sogenannten "Kleinen Programm" zugesichert. Das marode Umkleidegebäude soll durch einen Neubau ersetzt werden. An den Bauarbeiten will sich auch der Sportverein beteiligen.

Kelberg. Es riecht nach Schimmel in den Umkleidekabinen auf der Kelberger Sportanlage. Viele Fliesen im Duschraum sind gebrochen. "Viele Eltern scheuen es, ihre Kinder nach dem Training zum Duschen oder Umziehen zu schicken", sagt Hubert Eich, erster Vorsitzender des Vereins Deutsche Jugendkraft Kelberg (DJK).

Und auch außerhalb des Gebäudes bietet sich den rund 1000 Nutzern der Anlage kein besseres Bild. "Wenn es ein bisschen stärker regnet, stehen der Platz und besonders die Laufbahnen unter Wasser", sagt Eich. Dann sei ein Training für die rund 500 Mitglieder des Vereins nicht möglich.

Umso glücklicher sind die Sportler, dass das Land die Kelberger Sportanlage 2011 in das sogenannte "Kleine Programm" aufnehmen und fördern wird. Nach der überraschenden Aufnahme des Projektes in den Sportstättenförderplan des Landes für 2010 im Juni ist diese Neuigkeit ein entscheidender Schritt für das Voranschreiten der geplanten Neugestaltung des maroden Geländes. Rund 1,4 Millionen Euro wird die Umgestaltung des Sportplatzes laut Planung insgesamt kosten - bis zu 40 Prozent davon fördert das Land. An den weiteren Kosten beteiligen sich die Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde Kelberg zu gleichen Teilen. "So lange wir nicht alles mit Blattgold belegen, entstehen für die Verbandsgemeinde durch das Projekt keine Schulden. Wir haben Rücklagen gebildet", sagt Karl Häfner (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg.

Auch der DJK will sich mit 50 000 Euro beteiligen. Einen großen Teil davon wollen die Vereinsmitglieder mit Eigenleistung erbringen. "Der Verein wird aber auch noch Bares dazugeben müssen", sagt Eich. Die bisherigen Planungen waren von einer Sanierung des Umkleidegebäudes ausgegangen. Davon rät Innenminister Karl Peter Bruch jedoch ab. Ein Neubau für Umkleide- und Sanitärräume sei günstiger als eine Modernisierung des jetzigen Gebäudes.

Der jetzige Ascheplatz mit Laufbahn soll nach der Sanierung für Sportler attraktiver werden: Ein Kunstrasenplatz und eine Laufbahn mit Tartanbelag sollen den Sportlern ihren Aufenthalt auf der Anlage verschönern. Die Kosten für diesen Teil des Bauprojektes schätzt Innenminister Bruch auf rund 750 000 Euro. "Das ist in dem jetzigen Zustand einfach keine zeitgemäße Anlage mehr", sagt Hubert Eich. Mit der Sanierung des Sportplatzes hofft der Vorsitzende, den zunehmenden Ansprüchen von Eltern und Kindern gerecht zu werden. Schließlich werde der Sportplatz auch von der regionalen Schule genutzt.

Die über 30 Jahre alte Sportanlage in Kelberg stand bei Eltern schon häufiger in der Diskussion. Auch das Gesundheitsamt wurde auf den Schimmelbefall in den Umkleiden und Duschen aufmerksam gemacht. "Daraufhin wurden aber nur kosmetische Maßnahmen ergriffen, und auch das liegt schon wieder einige Jahre zurück", sagt Eich. Deshalb sei die jetzige Zusage der Fördermittel "ein großer Quantensprung". Mit ersten vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung haben die Kelberger Sportler schon begonnen. Bis 2012 soll das Projekt abgeschlossen sein und der Sportplatz wieder Raum für Ballkünstler und Läufer bieten.

Meinung

Motivation für Sportmuffel

Die Kelberger Sportler können aufatmen: Das Training auf dem harten Ascheplatz und der Besuch der maroden Umkleiden und Duschen bleibt ihnen künftig erspart. Es ist die richtige Entscheidung des Landes, für die Neugestaltung der Kelberger Sportanlage Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Schließlich darf den rund 1000 Nutzern der Spaß am Sport nicht dadurch verdorben werden, weil sie gesundheitliche Risiken fürchten müssen. Und vielleicht sorgen der künftige Kunstrasenplatz und die neu gestalteten Laufbahnen dafür, dass auch bisherige Sportmuffel auf der neuen Anlage ins Schwitzen kommen. a.scholz@volksfreund.de