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Gesellschaft: Land wächst, Kreis schrumpft

Gesellschaft : Land wächst, Kreis schrumpft

Statistisches Landesamt:  Im Kreis Vulkaneifel wird es ein Bevölkerungsrückgang von 0,1 Prozent geben.

(sts) Während im vergangenen Jahr die Einwohnerzahl in Rheinland-Pfalz zum siebten Mal in Folge angestiegen ist und mittlerweile die höchste Bevölkerungszahl der 70-jährigen Landesgeschichte aufweist, verzeichnet der Kreis Vulkaneifel 2018 einen Bevölkerungsrückgang.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten zum Jahresende 2018 60 630 Menschen im Kreis, 75 weniger als am 31. Dezember 2017, was einem Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. Landesweit verzeichneten die Kreise 2017 einen Bevölkerungszuwachs von 0,2 Prozent.

Waren es im vergangenen Jahr nur geringe Veränderungen, so wird die langfristige demografische Entwicklung deutlicher, wenn man die aktuellen Zahlen mit den Ergebnissen des Zensus 2011 vergleicht.

Damals wurden im Kreis Vulkaneifel noch 1317 Einwohner mehr gezählt, was bedeutet, dass er binnen sieben Jahren einen Bevölkerungsverlust von 2,1 Prozent zu verzeichnen hat, während die rheinland-pfälzischen Kreise im gleichen Zeitraum im Schnitt ein Bevölkerungswachstum von 1,3 Prozent aufweisen. Einen größeren Bevölkerungsverlust mussten die Südwestpfalz (- 3,4 Prozent) sowie die Kreise Kusel (- 3,5), Birkenfeld (- 2,7) und und Cochem-Zell (-2,5) hinnehmen.

Wie das Landesamt betont, ist der Ausländeranteil seit 2011 im Land um rund 4,2 Prozent gestiegen. Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa elf Prozent.

Hier weist der Kreis Vulkaneifel einen  Ausländeranteil von 7,1 Prozent auf.  Weniger gibt es in der Südwestpfalz (4 Prozent) und im Kreis Kusel (6,1 Prozent).

Die vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2018 wurden vom Statistischen Landesamt auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt, wobei die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik fortgeschrieben.