Landrat des Kreises Vulkaneifel strebt eine zweite Amtszeit an

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommunalpolitik : Acht Jahre sind ihm nicht genug: Landrat Thiel stellt sich wieder zur Wahl

„Ich habe so viel Freude an der Arbeit als Landrat wie am ersten Tag“, sagt der 56 Jahre alte Verwaltungschef, der seit 2013 und noch bis Ende März 2021 im Amt ist. Wann die Landratswahl stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Wer mit dem Gedanken gespielt haben sollte, bei der nächsten Wahl des Landrats des Kreises Vulkaneifel anzutreten, weiß nun, dass ein mächtiger Gegenkandidat seinen Hut in den Ring wirft: der Amtsinhaber selbst.

Heinz-Peter Thiel, seit knapp sieben Jahren Verwaltungschef, erklärt im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund: „Ich stehe für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.“

Darauf hat er sich nun festgelegt, auch wenn er für seinen Geschmack die Ankündigung durchaus etwas später hätte erfolgen können – aber der Verfasser dieses Berichts hat nicht locker gelassen...

Vor ziemlich genau sieben Jahren, am 2. Dezember 2012, ist Thiel als parteiloser Kandidat, unterstützt von SPD, FWG und Grünen, als Landrat gewählt worden. Und das  – zur Überraschung selbst vieler seiner Unterstützer – mit deutlichem Abstand zu seinem Mitbewerber Frank Bender, Kreisdirektor aus dem nordrhein-westfälischen Siegen, den die CDU ins Rennen geschickt hatte.

Man hätte sich damals dankbarere Posten vorstellen können als den des Landrats des Kreises Vulkaneifel, denn die politische Situation war festgefahren.

So konnte es nicht weitergehen, und wahrscheinlich war es nicht verkehrt, dass der neue Landrat kein Parteibuch hatte und „unbefleckt“ ans Werk gehen konnte. „Parteilos zu sein, ist nach wie vor meine große Stärke und hält mir den Rücken frei“, sagt der 56 Jahre alte gelernte Kriminalbeamte.

Befürchtungen, dass ihm in einer möglichen zweiten Amtszeit der Kreis abhanden kommen könnte, hat Thiel nicht. „Meiner Einschätzung nach ist eine wie auch immer geartete Fusion kein Thema und glaube nicht, dass es so schnell nochmal hochkochen wird. Wenn ein Zusammenschluss käme, wäre das für uns ein Desaster. Denn wer meint, größer ist günstiger, der irrt.“

„Ich habe so viel Freude an der Arbeit als Landrat wie am ersten Tag“, nennt Thiel einen Grund, sich wieder zur Wahl zu stellen.

Einen Vorschlag für einen Wahltermin wird der Kreistag machen. Damit beeilen muss er sich nicht, läuft Thiels Amtszeit doch noch bis 31. März 2021.

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