Landrat spricht sich klar gegen Abwanderung der Oberen Kyll aus

Landrat spricht sich klar gegen Abwanderung der Oberen Kyll aus

Nach acht Monaten im Amt zieht Heinz-Peter Thiel (51), Landrat des Kreises Vulkaneifel, im TV-Interview Bilanz. Als positiv erachtet er, dass sich die politische Stimmung in Kreis und Kreistag verbessert hat. Negativ sieht er die Abwanderungstendenzen der Oberen Kyll in Richtung Prüm.

Das Signal in Richtung Obere Kyll, das Landrat Heinz-Peter Thiel (parteilos) sendet, ist deutlich: "Im Moment ist es nicht darstellbar, eine kreisübergreifende Fusion mit einer VG im Nachbarkreis einzugehen. Denn das würde zu einer Schieflage zu unseren Ungunsten führen."
Ansonsten zieht der Landrat, der vor einem Jahr gewählt wurde und am 1. April die Nachfolge von Heinz Onnertz antrat, aber eher ausgleichende Worte und Vorberatungen der deutlichen Ansage in aller Öffentlichkeit vor. Denn: "Ich bin jemand, der für den Ausgleich steht. Das war und ist mein Credo." Dank Hintergrundgesprächen, der Schaffung eines Ältestensrats und regelmäßiger Arbeitsfrühstücke mit den Bürgermeistern ist es ihm gelungen, die politische Stimmung wieder zu befrieden. Dennoch werde "es auch wieder Kreistagssitzungen geben, wo es kontroverser zugeht als zuletzt". mh