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Landtagswahl 2021: SPD-Direktkandidatin Astrid Schmitt aus Kirchweiler

Landtagswahl : Eine „Kümmerin“ mit viel Erfahrung

Der TV stellt alle Direktkandidaten und ihre Ziele für die Landtagswahl im März vor. Dieses Mal Astrid Schmitt aus Kirchweiler, die für die SPD antritt.

Für die Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt ist es bereits der fünfte Wahlkampf. Doch von Routine ist in diesem Jahr keine Rede. Wegen der Corona-Pandemie sei dieses Mal alles anders sagt die 61-Jährige, die mit ihrem Mann in Kirchweiler wohnt. Es sei schwierig mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Man wisse nie, wieviel Abstand sie brauchen oder möchten.

Die gebürtige Hamburgerin studierte nach dem Abitur an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Koblenz/Mainz und war anschließend als Sonderschullehrerin in Daun tätig.

Nach Kirchweiler zog sie, als ihr Mann eine Stelle an der Berufsbildenden Schule in Gerolstein übernahm.

In die SPD trat Astrid Schmitt 1991 ein. Zuvor hatte sich die Mutter zweier Töchter nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 gegen Atomkraft engagiert, fühlte sich aber als Bürgerinititative nicht richtig ernst genommen.

Bei der SPD ging es dagegen für sie schnell voran. Bereits seit 1994 ist Astrid Schmitt im Kreisvorstand der SPD und im Kreistag. Seit 1996 ist sie Landtagsabgeordnete in Mainz. Dort bekleidet sie derzeit das Amt der stellvertretenden Präsidentin des Landtags.

Eines der wichtigsten Ziele ihrer Politik sei die Chancengleichheit bei der Bildung. „Der Zugang zur Bildung muss kostenfrei sein“, so ihre Überzeugung. Das heiße, dass Kita, Schule und Studium gebührenfrei sein sollen. Auch die digitale Infrastruktur liegt Astrid Schmitt am Herzen. „Bildung ist wichtig und wir sind auf einem guten Weg.“ Dafür setze sie sich sowohl im Bildungsausschuss als auch im Haupt- und Finanzausschuss ein.

Darüber hinaus sehe sie sich als Kümmerin, sagt die Abgeordnete. Sie wolle Ansprechpartner für die Menschen in der Region sein und dort, wo sie selbst nicht helfen könne, Kontakte herstellen.

„Ich versuche, die Region nach vorne zu bringen.“ Das heißt für Astrid Schmitt, dass die regionale Entwicklung gefördert werden müsse. Und sie sieht da auch Erfolge in bisherigen ihrer politischen Laufbahn. Als Beispiel nennt sie das Thema Nationalpark. Dies sei eine langsame Entwicklung gewesen und kein schneller politischer Erfolg. Auch die Etablierung von Tatort Eifel in der Vulkaneifel sei eine Sache, die nicht von heute auf morgen geklappt hätte, die aber absolut gelungen sei.

 Logo Landtagswahl neu
Logo Landtagswahl neu Foto: TV/Schmitz, Alexandra

Als Landtagsabgeordnete möchte sich Astrid Schmitt für nachhaltige Regionalentwicklung einsetzen. Das heißt für sie, dass es Grenzen für den Gesteinsabbau in der Vulkaneifel geben müsse. Auch nachhaltiger Tourismus steht auf ihrer Agenda. Bei der Verkehrsinfratruktur steht der Lückenschluss bei der A1 auf der Wunschliste der Landtagsabgeordneten. Und auch für bessere Verbindungen auf der schiene möchte sie sich einsetzen. „Aus meiner Sicht ist eine Anbindung an die Rheinstraße wichtig.“ Ein weiteres Anliegen ist das Gesundheitswesen in der Vulkaneifel: „Ich setze mich für die Krankenhaus-Standorte in Daun und Gerolstein ein.“ Dabei wünscht sie sich eine Kooperation der beiden Krankenhäuser. Aber auch in anderer Hinsicht möchte sie das Gesundheitswesen voranbringen. So zum Beispiel mit Pflegestützpunkten, Telemedizin oder den Gemeindeschwestern plus. Bei der Landtagswahl hofft Astrid Schmitt darauf, das Direktmandat zu gewinnen. Für die SPD wünscht sie sich, dass diese stärkste Fraktion wird.