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Landwirt steht wegen Tierquälerei vor Gericht

Landwirt steht wegen Tierquälerei vor Gericht

Weil ein Bauer aus der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein sich nicht um seine Rinder gekümmert haben soll, steht er heute vor dem Amtsgericht Daun. Beim Prozessauftakt Anfang März hatte er seiner Familie eine Mitschuld gegeben.

Ein 32 Jahre alter Bauer aus der VG Gerolstein steht heute vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, 24 Rinder auf seinem Hof stark vernachlässigt zu haben. Nach einer anonymen Anzeige hatte der Kreisveterinär Anfang April 2010 festgestellt, dass viele Tiere krank und unterernährt waren. Stall und Tiere seien stark verschmutzt gewesen. Einige Rinder hätten nur Wasser, nicht aber Futter erreichen können. Ein Tier musste notgeschlachtet werden, die übrigen wurden bei einem anderen Landwirt untergebracht.

Weil der Angeklagte am ersten Verhandlungstag Anfang März zwar Fehler eingeräumt, aber seiner Familie eine Mitschuld gegeben hatte, wird Amtsrichter Hans Schrot heute auch dessen Mutter und dessen Bruder befragen. Seine Familie habe Bescheid gewusst, und er habe darauf gedrängt, die Tiere zu verkaufen, hatte der Angeklagte ausgesagt.

Der Angeklagte hatte den Hof 2001 von einer Erbengemeinschaft, der auch seine Mutter und sein Bruder angehören, gepachtet. Die Erbengemeinschaft kündigte den Pachtvertrag im November 2009 fristlos. Trotzdem arbeitete der Bauer weiter auf dem Hof.