Laptop für Luisa, Nachhilfe für Joshua

Laptop für Luisa, Nachhilfe für Joshua

Damit sie den Anschluss an die Schule und den Lernstoff nicht verlieren, hat der Vorstand des Musikvereins Daun Luisa Nimtz (15) aus Kötterichen und Joshua Retterath (10) aus Kolverath jeweils 1000 Euro zur Finanzierung eines Laptops und von Nachhilfeunterricht überreicht.

Daun/Kötterichen/Kolverath. (bb) Der 20. August 2007 sollte für Luisa Nimtz der erste Schultag in der 10a am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Daun sein. Doch nach einer bis dahin ungeklärten Vorerkrankung erreichte die Familie genau an diesem Tag die Diagnose: Luisa hat Leukämie. Seither wird sie in der Universitätsklinik Homburg/Saar therapiert - bisher Erfolg versprechend und mit einigermaßen erträglichen Nebenwirkungen, wie Luisa und ihre Eltern Joachim und Sonja Nimtz bei der Geldübergabe des MV berichten. Den Kontakt zur 10a des GSG hat Luisa indes behalten. "Wir sind über Computer und Kamera miteinander verbunden", erzählt sie. Will heißen: Ihre Klasse ist in den Nebenraum der EDV-Anlage umgezogen. "Damit das Verkabeln einfacher ging", sagt Luisa. Und nun kann sie aus der Ferne - aus dem Klinikzimmer in Homburg oder aus dem Wohnzimmer in Kötterichen - am Unterricht teilnahmen. "Bisher arbeitete Luisa mit einem ausgeliehenen Laptop. Doch das wird sich nun ändern", erklärt der MV-Vorsitzende Franz Jung und überreicht Luisa und ihren Eltern einen 1000-Euro-Scheck zum Kauf eines eigenen Laptops.Völlig überrascht, vollkommen überwältigt

Einen Scheck in gleicher Höhe erhält Joshua Retterath aus Kolverath, der mit seiner Mutter Marion zum Termin mit dem MV gekommen ist. Bei Joshua ist die Diagnose Leukämie vor knapp einem Jahr gestellt worden. Er wird in der Universitätsklinik Mainz therapiert. Für ihn ist der 9. Januar 2008 der erste Schultag nach elf Monaten unfreiwilligen Unterrichtsausfalls. Joshua steigt jetzt wieder in das vierte Schuljahr ein. Damit er den Anschluss an den Lernstoff leichter findet, soll er eine Zeitlang professionellen Nachhilfeunterricht bekommen. "Mit dem Geld wollen wir dich und deine Eltern dabei unterstützen", erklärt Jung. Auf die Frage nach seinen Lieblingsfächern sagt Joshua: "Sport und Mathe." Auf das Nachhaken eines MVlers, ob er denn auch Musik möge, erklärt er ebenso spontan: "Liegt mir überhaupt nicht."Joshuas Familie hat schon seit dem Sommer mehrmals finanzielle Unterstützung aus Aktionen und Projekten erhalten und empfindet dies trotz der schweren Zeit mit Joshua als "eine große Wohltat" (Marion Retterath). Luisas Eltern Joachim und Sonja Nimtz bringen ihren Dank so auf den Punkt: "Wir waren völlig überrascht und sind nun ganz überwältigt." Und Luisa? "Ich will so bald wie möglich wieder beim SC Rengen Fußball spielen und in meine 10a gehen."Das Geld, das den Familien Nimtz und Retterath überreicht wurde, stammt aus dem Erlös des Benefizkonzerts, das der MV gemeinsam mit dem Lehrer-Eltern-Schüler-Chor des Thomas-Morus-Gymnasiums gegeben hatte (der TV berichtete).

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