Laufen, reden, entspannen: Wege aus der Depression
Gerolstein · Depressionen und ihre Behandlung stehen im Mittelpunkt des Europäischen Depressionstags am Samstag, 22. Oktober. Auch das Marienhaus Klinikum Eifel, Standort Gerolstein, beteiligt sich an diesem Aktionstag.
Gerolstein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die European Depression Association (EDA) haben sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für das Problem Depression zu stärken. Am Depressionstag, der von der EDA ins Leben gerufen wurde, beteiligt sich die Psychiatrie des Gerolsteiner Krankenhauses unter Federführung von Dr. Esther Baican-Kadour, Leitende Ärztin der Tagesklinik, bereits zum dritten Mal. Die Veranstaltung ist für jeden Besucher kostenfrei und nur durch Sponsoring ermöglicht worden. Baican-Kadour: " Unser Ziel ist es, über Depressionen und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, um Verständnis zu werben und Strategien zur Vorbeugung aufzuzeigen. Außerdem soll ein offener Austausch zu diesem Thema ermöglicht werden."
Statistiken besagen, dass jede vierte Frau und jeder achte Mann einmal im Leben von einer Depression betroffen. Alleine in Rheinland-Pfalz leiden heute 200 000 Menschen unter einer Depression. Die Dunkelziffer liegt noch weitaus höher. red
Extra
Programm (14 bis 18 Uhr): 14 Uhr: Eröffnung durch Dr. Baican-Kadour in der Cafeteria des Krankenhauses; 14.15 Uhr: Depression am Arbeitsplatz, "Der postmoderne Arbeitsunfall" (Aula); 14.15 bis 15.15 Uhr: offener Gesprächkreis zum Thema "Depression bewältigen" (Konferenzraum); 15.15 Uhr: Lauf gegen Depressionen, Impulsvortrag "Laufen im Sinne einer Lauftherapie" (Aula); ab 16 Uhr: Solidaritätslauf und Schnupperkurs (verschiedene Strecken zwischen drei und acht Kilometern); 16 bis 17 Uhr: Workshop 1: Konzentrative Bewegungstherapie und Depression; Workshop 2: Muskelentspannungstraining nach Jakobson (MET) und Entspannungstraining/Fantasiereisen. Zudem gibt die Möglichkeit, an Ständen weitere Informationen zum Thema Depression zu erhalten. Eintritt frei. red