Lauter strahlende Gesichter in Arbach

Lauter strahlende Gesichter in Arbach

Schöner Erfolg: 90 von 144 Arbacher Bürgern sind am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein zur TV-Dorffoto-Aktion gekommen. Und dann auch gleich auf dem Dorfplatz geblieben, wo kurzerhand die Kirmes einige Stunden früher eröffnet wurde.

Arbach. Ortsbürgermeister Uwe Schöne freut sich sehr über den guten Besuch bei der Dorffoto-Aktion des Trierischen Volksfreunds, zu der 90 Bürger im Alter von acht bis 88 Jahren gekommen sind. Da hat es sich gelohnt, dass er den Termin nicht nur im Aushang bekanntgemacht und per Flyer noch mal drauf hingewiesen hatte, sondern auch selbst nochmal von Haustür zu Haustür gegangen war.
Immer wieder Nachzügler


"Wenn man die Leute persönlich anspricht, kommen sie eher", sagt er, schaut auf den gut gefüllten Dorfplatz, nickt zufrieden und macht mit verschmitztem Lächeln gleich noch einen Vorschlag: "Am besten laden wir den TV jetzt jedes Jahr zur Dorfkirmes ein, dann ist gleich zu Beginn richtig was los." Sogar schon etwas früher.
Denn nach dem Gruppenfoto, zu dem sich die herbeigeeilten Bürger am Brunnen beim Dorfplatz aufgestellt und dafür drei Versuche benötigt haben, da immer weitere Nachzügler kommen und mit aufs Erinnerungsfoto wollen, gehen sie nicht nach Hause. Vielmehr bleiben sie und eröffneten die Kirmes zwei Stunden früher als üblich.
Und nicht nur die vielen Gäste kommen bei dem herrlichen Spätsommerwetter ins Schwitzen, sondern auch die drei Männer hinter dem Tresen, die sich auf einen gemütlichen Dienst eingerichtet hatten. Sie haben auf einmal plötzlich alle Hände voll zu tun.
Aber alles kein Problem: Feste feiern können die Arbacher ohnehin, denn neben der Dorfkirmes am zweiten Augustwochenende gibt es auch noch das Sportfest und die Kirmes. Das freut auch die Leute in den Dörfern ringsum, die immer auch zu Besuch kommen.
Dabei hat die Feuerwehr, die gemeinsam mit den Möhnen das Dorffest veranstaltet, gerade einmal ein Dutzend aktive Mitglieder. "Wenn aber was zu tun ist, haben wir rasch 30 Helfer zusammen", nennt Wehrführer Josef Junk ein Beispiel für den guten Zusammenhalt im Dorf.
Verbundenheit mit Mayen


Damit können zwar viele, aber doch nicht alle Herausforderungen bewältigt werden. So sagt Ortsbürgermeister Schöne: "Im Moment haben wir zwar noch keinen Leerstand im Dorf, aber in acht bis zehn Häusern droht das in den nächsten zehn Jahren." Und während er sich derzeit über 27 Kinder unter 18 Jahren freut, macht ihm die Altersgruppe der 20- bis 50-Jährigen Sorgen.
Schöne sagt: "Da haben wir eine große Lücke, denn damals gab es keine Bauplätze, weshalb viele weggegangen und nicht mehr wiedergekommen sind." Heute hingegen gibt es noch rund ein Dutzend freier Baustellen.
Und eine große Speisegaststätte. Dafür aber keine Geschäfte, was für den Ortsbürgermeister aber kein Problem ist: "Dreimal in der Woche kommt der Bäcker vorbei, zweimal ein Lebensmittelhändler und einmal der Metzger." Die Arbacher fühlen sich relativ gut versorgt in ihrem 144-Seelen-Dorf am östlichen Rand des Landkreises Vulkaneifel, das vor 1970 zum Kreis Mayen zählte.
Und auch dorthin noch eine enge Verbundenheit hat - wegen der Tradition, wegen der Jobs, wegen der Einkaufsmöglichkeiten und wegen der Nähe. "Nach Mayen sind es 14 Kilometer, nach Daun 25", sagt Schöne, blickt erneut auf den gut gefüllten Dorfplatz und freut sich.Extra

Die TV-Dorffoto-Aktion geht weiter - am Samstag, 18. August, um 14 Uhr in Brücktal und um 16 Uhr in Kirsbach (beide VG Kelberg). Dann können alle Bürger dieser Gemeinde wieder mit auf\\'s Bild! Alle Abonnenten erhalten das Foto im Großformat zugeschickt. Doch auch wer noch kein Abonnent ist, kann das Foto bekommen. Zusätzlich gibt es ein gerahmtes Foto für die Ortsvorsteher. red