Leben zwischen Grenzen

KELBERG. (bb) Die christliche Palästinenserin Faten Mukarker hält am Donnerstag, 3. Juni, um 20 Uhr im Pfarrheim in Kelberg einen Vortrag mit dem Titel "Palästina - Leben zwischen Grenzen". Sie berichtet auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung über die Situation im Heiligen Land.

Faten Mukarker lebt mit ihrer Familie in Beit Jala, einem Nachbarort von Bethlehem. Aufgewachsen in Deutschland, kehrte sie als junge Frau nach Palästina zurück, um zu heiraten. Mit ihrem Mann und vier kleinen Kindern durchlebte sie die Schrecken der ersten Intifada und des Golfkriegs. Nun steht Palästina wieder im Brennpunkt einer Intifada, die seit Herbst 2000 das Land erschüttert. In den Medien wird über Anschläge und Gegenreaktionen immer knapper informiert, über den Alltag in diesem unerklärten Krieg dringt so gut wie nichts nach Europa. Als christliche Palästinenserin schildert Faten Mukarker das Leben zwischen nationalen und religiösen Grenzen und erzählt eindringlich und einprägsam von dem sehr spannungsvollen Alltag. So berichtet sie zum Beispiel darüber, was eine mehrwöchige Ausgangssperre oder Wasserrationierung in einem subtropischen Land bedeuten. Sie berichtet von der neuen Mauer, die das Land weiter zerteilt, aber auch davon, wie die Gewalt Land und Menschen verändert. Trotz Gewalt und Terror sieht auch sie die einzige Chance für die Zukunft der Region in Friedens- und Versöhnungsbereitschaft, die von beiden Seiten kommen muss.