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Lebensqualität auf dem Land

Lebensqualität auf dem Land

KELBERG/ADENAU. Bei "Rock am Ring" ist Martin Lipsch seit Freitag erstmals mit dem Notfall-Seelsorgeteam im Einsatz. Der 38-Jährige ist neuer Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Adenau und auch für fast alle Orte der Verbandsgemeinde Kelberg zuständig.

"Ich bin dem Ruf in die Eifel mit Freude gefolgt", versichert Pfarrer Martin Lipsch. Im Februar hatte das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Adenau ihn einstimmig zum Nachfolger von Johannes Mann gewählt. Am 1. April bezog er mit Ehefrau Anne und dem 15-jährigen Sohn Florian das Pfarrhaus hinter der Kirche in Adenau. Am 9. Mai war seine feierliche Amtseinführung. Nun berichtet er im TV -Gespräch über seine ersten Erfahrungen vor allem im Kelberger Land. Eines sei sicher, sagt er: "Ich erfreue mich jeden Tag an der wunderschönen Landschaft." Die Notfallseelsorge, die sein Vorgänger initiiert hat, hält Lipsch für einen sinnvollen diakonischen Dienst, an dem er gerne mitarbeite. "Das Projekt hat einen guten Ruf, das zehnköpfige Team ist eingespielt und freundschaftlich miteinander verbunden", sagt der Pfarrer, der in diesem Bereich bereits Erfahrungen gesammelt hat. Er habe Todesnachrichten überbracht und Angehörige in die Gerichtsmedizin zum Identifizieren Toter begleitet. Der Einsatz bei einer Massenveranstaltung wie "Rock am Ring" sei allerdings Neuland für ihn. Martin Lipsch ist 38 Jahre alt und stammt aus Nettetal (Kreis Viersen). Sein Elternhaus sei kirchlich geprägt und engagiert gewesen, erzählt er. Lipsch hat in Bonn und Wuppertal studiert und bis zur Übernahme seiner jetzigen Pfarrstelle in Moers, Ratingen und Wesel gewirkt. der Nordrhein-Westfale interessiert sich für Fußball, Zeitgeschichte und Literatur.Zusammenhalt im zweitgrößten Bezirk

Als Schwerpunkte seiner kirchlichen Arbeit hat er sich den Zusammenhalt in den verstreut liegenden Orten des flächenmäßig zweitgrößten Bezirks der Evangelischen Kirche des Rheinlands auf die Fahne geschrieben. Außerdem seien ihm neben der Jugendarbeit und einem guten ökumenischen Miteinander persönliche Kontakte wichtig, erklärt Lipsch. Er habe sich bewusst um eine Stelle in einer ländlichen Region beworben. Das bedeute mehr Lebensqualität für ihn und seine Familie. Die Aufnahme sei freundlich und warmherzig gewesen. Der Filiale Kelberg bescheinigt der Pfarrer ein reges Gemeindeleben und guten Zusammenhalt. Ihm gefalle besonders, dass sich Menschen für die Gnadenkirche in Kelberg verantwortlich fühlten und sich gut um ihr Gotteshaus kümmerten. In Kürze wird Lipsch die Konfirmanden und Katechumenen unterrichten. Ab Herbst gibt es zudem so genannte Kontaktstunden mit ihm an der Grundschule Uersfeld.