Lecker und gesund soll es sein

Lecker und gesund soll es sein

Das Thomas-Morus-Gymnasium hat von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) das Zertifikat "Schule + Essen = Note 1" erhalten. Voraussetzung dafür sind ein gesunder Speiseplan, gute Rahmenbedingungen für das Mittagessen wie ein ansprechender Speisesaal und ausreichend Zeit zum Mittagessen. Außerdem sollen Schüler in die Essensplanung einbezogen werden.

Daun. "Der Mensch ist, was er isst": Mit diesem Zitat des Philosophen und Anthropologen Ludwig Andreas Feuerbach eröffnet Schulleiter Christoph Susewind die Feier anlässlich des DGE-Zertifikats für gesundes Schulessen. "Schule + Essen = Note 1" heißt es bei der Auszeichnung, die sich das Gymnasium nun mit Hilfe des Caterers St. Martin Gastronomie aus Ulmen, der die Schule beliefert, verdient hat.
Dabei räumt Susewind trotz des Erfolges ein, dass es nicht immer ein leichter Weg ist, der zu einer besseren Ernährung der Schüler führt. Einige Schüler hätten sich von der regelmäßigen Mittagsverpflegung abgemeldet, sagt Susewind. "Die Geschmäcker sind verschieden", so der Schulleiter. Dennoch gebe es eine deutliche Mehrheit, denen das Essen in der Mensa des Gymnasiums munde. Susewind erinnert daran, dass minderwertiges Essen nicht direkt messbar ist, sondern sich erst langfristig bemerkbar macht.
Pommes sind nicht verboten


Auch die rheinland-pfälzische Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Grüne), die die Urkunde überreicht, geht bei ihrer Ansprache auf die Bedeutung von gesunder Ernährung ein. "Pommes, Leberkäse und Teilchen sind nicht verboten", sagt sie. Aber solche Nahrungsmittel dürften nicht die Regel sein. "Essen soll lecker sein, aber es muss auch fit halten." Dabei weist die Ministerin auch darauf hin, dass es beim Essen nicht um Schönheitsideale geht, ob jemand dick oder dünn ist. Aber falsches Essen sei gefährlich für die Gesundheit. Zum Beispiel steige bei schlechtem Essen die Gefahr für Diabetes. Die Weltgesundheitsorganisation spreche bereits bei dieser Krankheit von einer Seuche. Und sie macht auch klar, dass zwei Drittel der Erkrankungen auf schlechtes Essen zurückzuführen seien.
Bei der Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gehe es aber nicht nur um das Essen als solches. Es sei zudem wichtig, dass auch die Schüler in die Essensplanung mit einbezogen würden. Und auch das Ambiente, in dem das Essen ausgegeben werde, müsse stimmen. Gut 200 Schüler nehmen am Thomas-Morus-Gymnasium das Angebot des Mensa-Essens wahr. Dabei gibt es neben dem Essen, das den DGE-Standards entspricht, auch ein Alternativangebot, das weniger gesund ist, aber häufig dem Geschmack der Jugendlichen besser zusagt.
Zweite Schule im Land


In Rheinland-Pfalz ist das TMG in Daun erst die zweite Schule, die dieses Zertifikat bekommen hat. Deutschlandweit sind es bisher 39 Schulen. Der Catering-Betrieb St. Martin Gastronomie in Ulmen, der das Thomas-Morus-Gymnasium beliefert, hat die Auszeichnung schon vor einem Jahr erworben.

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