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Lehrer, Leiter, Menschenfreund

Lehrer, Leiter, Menschenfreund

DEUDESFELD. Für Franz Schifferings aus Deudesfeld ist heute ein besonderer Tag: Er feiert seinen 80. Geburtstag. Bekannt ist er vor allem als früherer Lehrer, der viele Schüler aufs Leben vorbereitet und auch im außerschulichen Bereich viele Kontakte geknüpft hat.

Geboren in Büdesheim, aufgewachsen in Oberlauch bei Prüm, kam er 1952 als Lehrer in die Deudesfelder Schule, zu einer Zeit, als die Schüler von der ersten bis zur achten Klasse noch gemeinsam - meist in einem Raum - die Schulbank drückten. 1978 wurde die Deudesfelder Grundschule, in der auch Schifferings Ehefrau Anna-Katharina Handarbeitsunterricht erteilte, aufgelöst, und der Deudesfelder "Schulmeister" war anschließend sieben Jahre in der Grundschule Salm/Wallenborn tätig. Er war ein beliebter Pädagoge, der 35 Jahre als Lehrer arbeitete. "Mir hat der Umgang mit dem Nachwuchs und das Unterrichten der Kinder in jedem Alter Freude bereitet, meine Berufswahl bereue ich nicht", blickt der Pensionär zurück. Im Deudesfelder Orts- und Vereinsleben war er auch aktiv, ob im Gemeinderat oder als Mitbegründer des Karnevalsvereins "Breckemamäncha". Dem Karnevalsclub hält er ebenso wie dem FC Deudesfeld heute noch die Treue. In die Ferne hat es ihn nie gelockt, auch nicht während der Urlaubszeit. "Er muß immer etwas zu tun haben, und er ist ein unruhiger Geist", charaktisiert ihn seine Frau Anna-Katharina. Für die "Unruhe" des Geburtstagskinds, das seit 1985 in Pension ist, sorgen zwei "mit Leib und Seele" betriebene Hobbys: die Korbmacherei, die von einem Knecht in Oberlauch "geerbt" wurde und bei der neben Tragekörben in phantasievollen Formen auch kunstvolle Wand- und Stehlampen entstehen. "Aber ich verwende nur Haselnuss- und Eichenholz, Weiden verarbeite ich nicht", sagt der Deudesfelder, dessen "zweite Heimat" das Jagdrevier seines Sohnes in Schutz ist. Geweihe und Jagdutensilien verraten den Weidmann, und ebenso viele Bilder an den Wänden lassen auf eine lange Verbindung zu einem bekannten Maler schließen. "Der verstorbene Adolf Molitor war nicht nur mein Studienkollege, sondern auch mein bester Freund", sagt Schifferings, stolz ein besonderes Gemälde interpretierend: "Zu meinem 70. Geburtstag hat er mir dieses Bild gemalt und geschenkt, eine Eifeler Rumpelkammer mit 70 Teilen."