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Kultur
Kramps Knut im Kino

 In Vorbereitung und Vorfreude auf das Lesical „Der blaue Knut“: (von links) Christian Hilgers, Ralf Kramp und Thomas Lach.
In Vorbereitung und Vorfreude auf das Lesical „Der blaue Knut“: (von links) Christian Hilgers, Ralf Kramp und Thomas Lach. FOTO: Brigitte Bettscheider
Hillesheim. „Lesicals“ heißen die Projekte mit Geschichten von Ralf Kramp und der Musik der Eifelphilharmonie. Nächste Premiere am 31. März: Dann wird „Der blaue Knut“ aufgeführt.

Wer sich mit dem Konzept des neuen „Lesicals“ von Ralf Kramp und der Eifelphilharmonie befasst, stellt unweigerlich eine Verbindung zu einem der berühmtesten und meistgespielten Musikmärchen her. Denn wie bei Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ erzählt bei der Gespenstergeschichte „Der blaue Knut“ ein Hörspielsprecher (in diesem Fall der Autor) die Geschichte und verklanglichen Musiker die Handlung.

   Ralf Kramps Geschichte erschien im Jahr 2009 als Buch, vom Autor selbst illustriert. Noch ist es vergriffen, doch rechtzeitig zur Premiere als „Lesical“ kommt es in der dritten Auflage wieder auf den Markt. Es handelt von dem  mindestens 111 Jahre alten Schlossgespenst Namens Knut, dessen bisher blütenweißes Gespenstertuch plötzlich blau ist und der sich zur Klärung des Farbwechsels in einer Nacht auf die Reise zu ein paar furchtbar komischen Gestalten macht. „Eine Gespenster-, keine Gruselgeschichte“, betont Ralf Kramp und verspricht „lustige Unterhaltung mit einer liebenswerten Hauptfigur“.

   Die Musik stammt von Thomas Lach, dem musikalischen Assistenten der Eifelphilharmonie. Unter seiner Leitung studierte ein Quintett mit Posaune, Querflöte, Klarinette, Trompete und Tuba die Melodien ein. „Ein Live-Hörspiel im Kino“ – so bringt Thomas Lach das Projekt auf den Punkt. Das zeitlich etwa eine Stunde umfassende Stück richte sich in besonderer Weise an Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter, erklärt er. „Wir freuen uns und sind gespannt auf die Reaktionen“, sagt er.

  „Der blaue Knut“ ist das vierte „Lesical“ mit Ralf Kramp und der Eifelphilharmonie – nach „Die seltsamen Morde des Mortimer Selsdon“ (2014), „Ein Halunkenweihnachtsfest“ (2015) und „Madame Odeons wundersamer Kinopalast“ (2017).  Neu am „Knut“ ist, dass nicht das komplette sinfonische Blasorchester mitwirkt, sondern nur ein kleines Bläserensemble. Auch die Eifel-Film-Bühne als Aufführungsort ist neu. „Passt doch wunderbar in das Kulturprogramm von Kinochefin Christine Runge“, sind Ralf Kramp, Thomas Lach und Christian Hilgers, der Vorsitzende der Eifelphilharmonie, überzeugt.

Das Lesical „Der blaue Knut“ wird am Sonntag, 31. März, um 11 Uhr im Kino Hillesheim von Ralf Kramp und einem Bläserensemble der Eifelphilharmonie uraufgeführt. Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten sind  an der Tageskasse erhältlich.

 In Vorbereitung und Vorfreude auf das Lesical "Der blaue Knut": (von rechts) Ralf Kramp, Thomas Lach und Christian Hilgers
In Vorbereitung und Vorfreude auf das Lesical "Der blaue Knut": (von rechts) Ralf Kramp, Thomas Lach und Christian Hilgers FOTO: Brigitte Bettscheider