Lionsclub-Spende schließt eine Versorgungslücke

Lionsclub-Spende schließt eine Versorgungslücke

Sicher ist sicher: Bislang war das Forum Daun nicht mit einem Defibrillator ausgerüstet. Das hat der Lionsclub geändert: Er hat ein solches Gerät, das bei Herzkammerflimmern auch von Laien eingesetzt werden kann, gespendet.

Daun. Das Forum Daun ist ein gern gebuchter Veranstaltungsort, viele Male im Jahr ist das Haus Schauplatz von Veranstaltungen unterschiedlicher Art. Und auch die Touristinformation ist als Anlaufstelle vor allem von Gästen gut frequentiert. Eine Menge Menschen also, die die Stadthalle besuchen. Was aber, wenn dort jemand ein Problem mit dem Herz bekommt?
Die DRK-Zentrale ist zwar nur wenige Meter entfernt und auch das Krankenhaus nicht fern, aber damit eine ganz schnelle Hilfe möglich ist, gibt es seit Kurzem einen Defibrillator im Haus, gut sichtbar untergebracht in einem eigens installierten Kasten direkt neben dem Eingang zum großen Saal.
Das Gerät ist eine Spende des Lionsclubs Daun. Dessen Präsident, Volkhard Bangert, und sein Vorgänger Jürgen Stein übergaben den Defibrillator an den Hausherrn, Stadtbürgermeister Martin Robrecht, und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun, Werner Klöckner. Mit dem Gerät wolle der Lionsclub "eine Lücke in der Akut-Versorgung schließen", begründete Bangert, selbst Mediziner, den Entschluss für die Spende. Laut Club ist der plötzliche Herztod die häufigste Todesursache in Deutschland.
Über 120 000 Mal im Jahr kommt es zu dieser lebensbedrohlichen Situation. Oft besteht dabei ein Herzkammerflimmern. Die sofortige Defibrillation und die anschließende Herz-Lungen-Wiederbelebung kann Menschenleben retten. Die Überlebenschancen steigen bis zu 50 Prozent.
Jede Minute ohne Defibrillation senkt die Chance, zu überleben, um zehn Prozent. "Jede Minute zählt also", sagte Bangert. Die Anwendung des Gerätes ist einfach, sprachgesteuert und damit auch für Laien verständlich. Das Gerät erkennt selbstständig ein Kammerflimmern und löst auch nur dann aus. Deshalb müsse man auch keine Angst haben, das Gerät zu nutzen, denn: "Passieren kann nichts! Es gibt nur einen Fehler: nichts tun!", erklärte der Clubpräsident. Klöckner und Robrecht dankten für die Spende, verbunden mit dem Wunsch: "Hoffentlich wird der Defibrillator nicht gebraucht."
Bei der Auswahl des Geräts wurde auf das Fachwissen von Sascha Singh vom DRK-Kreisverband gebaut. In vielen Orten, vor allem in der Verbandsgemeinde Daun, gibt es mittlerweile Helfer vor Ort, die sogenannten First Responder. Sie verfügen unter anderem über einen Defibrillator. Genau so ein Gerät gibt es nun auch im Forum, es ist also gewährleistet, dass eine Typengleichheit besteht mit den bereits vorhandenen Defibrillatoren der First Responder im Umkreis von Daun. sts
Extra

Der Lions Club wurde 1917 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Oak Brook, USA. Der Lions Club ist ein sogenannter Service Club. Dieser setzt sich als Ziel, für das Wohl anderer Menschen zu sorgen. In Deutschland existieren über 1500 Lions Clubs mit über 51 000 Mitgliedern (Weltweit über 1 300 000). Die Projekte befassen sich von der Bekämpfung von Blindheit bis zur Förderung benachteiligter Kinder. sek

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