Lissingen lockt mehr Leute

Lissingen lockt mehr Leute

Der siebte Hallenweihnachtsmarkt in Hillesheim und der dritte Weihnachtsmarkt in der Unterburg Lissingen wurden erstmals zur gleichen Zeit veranstaltet - weil der Gewerbeverein Hillesheim und das Duo Bonefas/Niesen zuvor in Streit geraten waren. Und da beide Märkte offenbar ein Erfolg waren, wird es wohl bei der Konkurrenz bleiben.

Hillesheim/Gerolstein-Lissingen. Eines hatten die beiden zeitgleichen Weihnachtsmärkte in Hillesheim und Lissingen gemeinsam: eine große Vielfalt an Geschenkideen und weihnachtlichen Produkten für ein festlich geschmücktes Heim. Dafür sorgten in Hillesheim rund 50 Aussteller, in der Unterburg Lissingen rund 60 Aussteller. Letztere lockten - wohl auch wegen des größeren Beiprogramms - deutlich mehr Besucher an.
Wolfgang Bonefas, der mit Anita Niesen den Markt in Lissingen veranstaltet hatte, zeigte sich zufrieden. "Wir wollen den Weihnachtsmarkt auf der Unterburg Lissingen auf jeden Fall wieder veranstalten, weil es so ein toller Erfolg war und Burgherr Lipperson es auch unbedingt will."
Die sechs Jahre zuvor hatte das Duo für den Hallenweihnachtsmarkt in Hillesheim verantwortlich gezeichnet. Es kam zum Streit mit dem Gewerbeverein, der kurzerhand den Markt selbst in die Hand nahm. Mit Erfolg, wie Gewerbevereinsvorsitzender Rainer Ballmann betonte. Er sagte: "Ich bin mit der Resonanz super zufrieden." Für das nächste Jahr bleibe es abzuwarten, "ob wir es noch einmal zusammen versuchen. Ansonsten werden wir den Hallenweihnachtsmarkt vom Gewerbeverein auf jeden Fall wieder selbst durchführen", sagte er.
Das Duo Bonefas/Niesen und der Gewerbeverein gingen getrennte Wege, weil sie sich nicht einig wurden. Die Frage der Kostenaufteilung war der Knackpunkt. Der Gewerbeverein habe stets Geld für die Veranstaltung draufgelegt, erklärte Ballmann. Für dieses Jahr hofft er, "dass wir eine schwarze Null unterm Strich schreiben können". Abgerechnet würde aber erst noch.
Keine Einigung über Kosten

Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"


Fakt war, dass der Gewerbeverein bisher die Kosten für die Hallenmiete, Versicherung und Werbung übernommen hatte. Die Standgelder wurden gleichermaßen geteilt, der Gewerbeverein erhielt die Einnahmen des Glühweinverkaufes. Diesmal sollte jedoch alles anders sein, erklärte Anita Niesen: "Wir sollten alle Kosten übernehmen und auch weiterhin nur die halben Standgelder bekommen." Niesen/Bonefas wollten deshalb vom Gewerbeverein zumindest Kosten von 700 Euro für die Werbung haben. "Doch auch nach mehreren Treffen gab es keinem Entgegenkomen", sagt Niesen.
Die Folge: Der Gewerbeverein Hillesheim veranstaltete den Hallenweihnachtsmarkt in Eigenregie, der Weihnachtsmarkt auf der Unterburg, der eigentlich schon vor zwei Wochen stattfinden sollte, wurde von Niesen/Bonefas auf den gleichen Tag gelegt. Und das Duo nahm alle ihre Aussteller bis auf zwei mit nach Lissingen. Der Gewerbeverein Hillesheim fand zwar neue Anbieter, doch es waren insgesamt weniger als sonst.
"Es ist trotzdem ein schöner Markt mit Atmosphäre, und es gibt so viele tolle Sachen hier", sagte Besucherin Ursula Holzhäuser aus Gerolstein. Klaus Meyering aus Uedelhofen bemerkte, dass die Halle nicht ganz gefüllt war. "Es sind ein paar weniger Aussteller da, aber trotzdem gefällt es mir gut hier".

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