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LKW-Fahrer mit besonderem Fingerspitzengefühl messen sich in der Vulkaneifel

LKW-Fahrer mit besonderem Fingerspitzengefühl messen sich in der Vulkaneifel

Dreis-Brück steht am Wochenende wieder im Zeichen der "schweren Jungs". In der Grube am Radersberg wird ein Lauf zur Truck-Trial-Europameisterschaft, eine Art Geschicklichkeitsfahren für Lastwagen und Baustofffahrzeuge, ausgetragen.

Tonnenschwere Fahrzeuge, die über einen Parcours manövriert werden, der es mit Steigungen, Gefällstrecken und Schräglagen in sich hat: Dieses nicht alltägliche Spektakel findet am Wochenende 11./12. Juni beim sogenannten Truck-Trial in der Grube der Firma Scherer in Dreis-Brück statt.

Und das zum zweiten Mal: Bereits im Vorjahr gastierte diese Veranstaltung in der Eifel und zog nach Angaben der ausrichtenden Organisation von Sportveranstaltung GmbH (OVS) mehr als 3000 Zuschauer an. Geschicklichkeitsfahren mit schweren LKW ist das, was die Besucher am Samstag und Sonntag erleben können. "Es war wirklich eindruckvoll, was die Fahrer machen", kann sich Michael Jax noch gut an die Premiere 2015 erinnern.

Als Ortsbürgermeister von Dreis-Brück war es ihn selbstverständlich, live zu erleben, was da in der Grube am Radersberg passiert. Fazit: "Truck-Trial ist eine Bereicherung für den Veranstaltungskalender des Dorfes und zieht auch viele Besucher hierher. Als Gemeinde sehen wir das Ganze sehr positiv."

Aber warum sind die Organisatoren ausgerechnet auf Dreis-Brück gekommen? Die in Kastellaun im Hunsrück beheimatete Firma Scherer Baustoffe betreibt ja mehrere Gruben im Kreis Vulkaneifel. Geschäftsführer Jörg Scherer klärt auf: "Über geschäftliche Kontakte sind wir mit dem Veranstalter ins Gespräch gekommen. Deren Vertreter haben sich mehrere Gruben angeschaut und sich für Dreis-Brück entschieden." Begründung: Das Gelände sei gut einsehbar für die Zuschauer und auch eine Herausforderung für die Fahrer.

Was kommt auf Fahrer und Zuschauer am Wochenende zu? Beim Truck-Trial müssen die Teilnehmer in schwerem Gelände mit steilen Anstiegen, tiefen Wassergräben und engen, winkligen Kurven ihre Lastwagen durch die vorher von den Veranstaltern gesteckten Tore zirkeln. Gewertet wird von den Juroren dabei in verschiedenen Klassen. Sie werden unter anderem durch die Zahl der Achsen oder deren Spurweite unterschieden.

Zeit spielt dabei keine besondere Rolle. Hauptaufgabe ist es, die oft extremen Geländepassagen möglichst ohne Fehler zu meistern. Gut 40 Teams werden am Start sein. Laut Veranstalter ist trotz der oft spektakulär aussehender Abstürze, Überschläge und Umfaller noch nie jemand ernsthaft zu Schaden gekommen. "Hut ab vor dem, was die Fahrer leisten", sagt Grubenbetreiber Scherer, und auch Ortsbürgermeister Jax findet "wirklich atemberaubend. Ich kann einen Besuch nur empfehlen". sts

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.europatrucktrial.orgExtra

Die Truck-Trial-Europameisterschaft umfasst sechs Läufe, von denen je zwei in Frankreich und Deutschland sowie je einer in Österreich und Tschechien ausgetragen werden. Los geht es am Freitagnachmittag mit der technischen Fahrzeugabnahme. Die eigentlichen Wettbewerbe finden am Samstag und Sonntag von 9 bis gegen 18 Uhr statt. An beiden Tagen gibt es zudem eine Offroad-Show des LKW-Herstellers MAN. Tageskarten gibt es für 15 Euro vor Ort. Kinder bis zwölf Jahre (in Begleitung eines Erwachsenen) haben freien Eintritt. sts