Löschen und retten für den Ernstfall

Löschen und retten für den Ernstfall

Ein Zugunglück mit der Bergung von Verletzten und dem Löschen des Zuges hieß die Aufgabe für das Jugend-DRK und die Jugendfeuerwehr Gerolstein auf dem Gelände des Lokschuppens Gerolstein.

Gerolstein. Es kann jederzeit etwas passieren. Deshalb übt bereits die Jugendfeuerwehr für den Ernstfall. Im Lokschuppen in Gerolstein werden regelmäßig mögliche Szenarien durchgespielt. Das Jugend-DRK und die Jugendfeuerwehr Gerolstein hatten bei ihrer Übung die Aufgabe, bei einem Zugunglück Verletzte zu bergen und den Zug zu löschen.
"Ich finde solche Übungen sehr wichtig, da wir alle auf die freiwilligen Helfer der Feuerwehr und des DRK angewiesen sind, wenn wirklich einmal ein Notfall eintritt", sagte Carina Niesen vom Eventmanagement des Lokschuppens. Über 30 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahre nahmen an der Übung teil. Sascha Thomas vom DRK war für die Notfalldarstellung verantwortlich. Er überwachte das Verarzten der "Verletzten", die mit Blut und allerlei Hilfsmitteln so hergerichtet wurden, dass sie Platzwunden, Verbrennungen, Brüche oder sogar eine Amputation vorzuweisen hatten. "Übungen sind dafür da, das Erlernte zu verfestigen. Zudem wollen wir durch solche Übungen die einzelnen Gruppen wie DRK und Jugendfeuerwehr zusammenführen", sagte er. Mit sieben Fahrzeugen, von der Drehleiter bis zum Rettungswagen, rückten die Feuerwehr Gerolstein und das DRK an. Dann konnten die Kinder und Jugendlichen unter Aufsicht zeigen, was sie gelernt hatten. Das Eventmanagement des Lokschuppens hatte einen zweiteiligen Schienenbus zur Verfügung gestellt, der gelöscht werden musste.
Nicht allen Kindern war es wohl beim Anblick der "Verletzten". So wie Maja Beckers vom Jugend DRK. "Ich hatte schon ein bisschen Angst, weil es so gruselig war und wir nicht wussten, was für Verletzte wir haben werden", sagte die Zehnjährige.
David Schmitz, der als Gruppenleiter bei der Übung fungierte, war der Meinung: "Einiges muss man sicher auch noch verbessern". Die zwölfjährige Sarah Leonhard von der Jugendfeuerwehr sah das anders: "Das war echt cool, weil es soviel Neues zu sehen gab." Einsatzleiter Thomas Wiesmann, der bei der Feuerwehr Gerolstein als Jugendwart tätig ist, zog ebenfalls ein positives Resümee: "Die Truppe hat sich ganz hervorragend verhalten".

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