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Lostrommel dreht sich in Leudersdorf

Lostrommel dreht sich in Leudersdorf

Der Junggesellenverein Leudersdorf feiert das 37. Wald- und Wiesenfest am Samstag und Sonntag, 2. und 3. August. Alljährlicher Höhepunkt ist die Tombola mit wertvollen Sachpreisen - der Hauptgewinn: eine Reise nach Kap Verde. Gestiftet werden die Preise von dem Verein und von Firmen aus der Region.

Leudersdorf. Die Vorbereitungen zum Fest auf dem Schützenplatz, dem Hauptquartier der Leudersdorfer Junggesellen, laufen auf vollen Touren, der Losverkauf für die große Tombola hat bereits begonnen. Zum mittlerweile 37. Wald- und Wiesenfest erwarten die 25 aktiven Mitglieder des Junggesellenvereins (JGV) Leudersdorf rund 1000 Besucher an beiden Tagen.
Nach dem Fassanstich am Samstag, 2. August, um 19 Uhr wird zunächst abgerockt: Die Coverband "Saint" aus dem Raum Mayen/Sinzig wird die Stimmung anheizen, eine Cocktail- und eine Sektbar stehen ebenfalls bereit.
Der Sonntag beginnt mit dem traditionellen Frühschoppen und Vereinsspielen, bevor um 16 Uhr die Tombola beginnt, die alljährlich mit wertvollen Sachpreisen lockt. "Es sind diesmal rund 200 Preise, die von Firmen aus der Region gespendet werden", sagt der Vereinsvorstand Herbert Carl. "Die ersten drei Preise werden aber vom Junggesellenverein gestiftet."
Und auch in diesem Jahr dürfen sich die glücklichen Gewinner über hochwertige Preise freuen: Der Hauptgewinn ist eine einwöchige Reise für zwei Personen nach Kap Verde, dem kleinen Inselstaat vor der Westküste Afrikas. Ein Notebook ist der zweite Preis, eine Bierzapfanlage inklusive einem Fass Bier der dritte.
"Die gesamten Einnahmen aus der Tombola werden wie immer gespendet", sagt Carl, der seit zehn Jahren der Vorsitzende des 1861 gegründeten Vereins ist.
Mal gingen die Gelder an die Peru-Hilfe, an die Caritas oder an Schulprojekte im fernen Afrika, mal wurden sie dazu genutzt, ein Heiligenhäuschen zwischen Üxheim und Leudersdorf vor dem Verfall zu retten oder um die Deutsche Krebshilfe zu unterstützen.
Der Junggesellenverein, der sich nach einem Verbot durch die Nationalsozialisten und der Unterbrechung durch den zweiten Weltkrieg erst 1953 wieder neu gründete, zählt neben den aktiven 25 Mitgliedern weitere 21 inaktive Mitglieder. "Der älteste Junggeselle ist 79 Jahre alt", sagt Herbert Carl.
Im regen Vereinsleben der rund 500 Einwohner zählenden Gemeinde ist der JGV eine feste Konstante: "In vielen Nachbargemeinden sind die Junggesellenvereine verschwunden", sagt Carl. "Wir sind froh, dass wir diese Tradition noch hochhalten können." now