Lückenschluss für Radler

WALSDORF. Jedem das Seine: Was den Autofahrern der Lückenschluss der A 1 ist, ist den Radfahren der Wunsch nach einer Verbindung des Kylltal- mit dem Ahrtalradweg. In Walsdorf wurde jetzt mit dem Bau eines weiteren Teilstücks begonnen.

"Die Verknüpfung von Kylltal- und Ahrtalradweg ist absolut wichtig und sinnvoll, da dadurch die Radwege ringsum enorm aufgewertet werden und somit eine abwechslungsreiche Rundstrecke entsteht, die für viele Radtouristen sehr interessant sein wird", schwärmt Manfred Schmitz, Leiter des Hillesheimer Tourismusbüros.Die lückenlose Verbindung der Radwege an Kyll, Mosel, Rhein und Ahr zu einer Rundstrecke entzückt den Touristiker Schmitz.Schon jetzt denkt er an neue, attraktivere Vermarktungsmöglichkeiten und steigende Gästezahlen im Hillesheimer Land. Er sagt: "So können wir größere Radtouren - beispielsweise von einer Woche - mit sehr viel Abwechslung und auf Top-Wegen anbieten. Und wir haben über den Rhein-Radweg die direkte Anbindung an den Köln-Bonner-Raum, aus dem schon jetzt viele unserer Gäste kommen".Bislang sei zwar auch bereits auf Radtouristen gesetzt worden, aus infrastrukturellen Gründen aber noch nicht mit voller Kraft. "Beispielsweise ist auch die Familie eine unserer Zielgruppen. Und wenn wir die bei Tourenvorschlägen mit dem Rad über Straßen geschickt haben, hatten wir schon ein wenig Bauchschmerzen", bekennt Schmitz. Und in spezielle Veranstaltungskataloge für Radfahrer komme man, falls kein gutes Radwegenetz vorhanden sei, erst gar nicht rein.Auch wenn es sich beim jetzigen Spatenstich "nur" um den Baubeginn für ein 2,6 Kilometer langes Teilstück von Walsdorf bis nach Kerpen handelt, ist Schmitz euphorisch: "Der Radtourismus boomt, und da ist auch kein Ende in Sicht."Nach der Planung, die größtenteils im Hillesheimer Rathaus erstellt worden ist, kostet das Teilstück etwa 145 000 Euro. Der gesamte Lückenschluss wird mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt, 930 000 Euro werden als Zuschüsse von Land und Kreis erwartet.Strecke soll kaum Steigungen vorweisen

Nachdem in den vergangenen fünf Jahren der acht Kilometer lange Abschnitt von Oberbettingen über Hillesheim bis nach Walsdorf gebaut worden ist, fehlen nun noch rund 16 Kilometer bis zum Ahrtalradweg. Ein Vorteil der geplanten Route ist, dass sie weitgehend über die Trasse der ehemaligen Eifelquerbahn führt, also kaum Steigungen vorweist.Planer Jürgen Mathar von der Hillesheimer Verwaltung betont einen weiteren Aspekt: "Der Landkreis Euskirchen hat die Bemühungen zur umgehenden, zeitgerechten Anbindung des Weges ab der Landesgrenze an den Ahrtalradweg zugesichert." Zudem solle auch der derzeit in Daun endende "Maare-Mosel-Radweges" in nördlicher Richtung über Rengen, Kradenbach, Dreis, Oberehe, Niederehe fortgeführt und in Nähe der Nohner Mühle an den Radweg angebunden werden.

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