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Maare-Mosel-Lauf in diesem Jahr wieder wie vor Corona

Freizeit : Organisatoren wollen Kinder bewegen

Der 24. Maare-Mosel-Lauf soll am 27. August in bekannter Form stattfinden. Mit Laufkursen für Berufstätige und einem Lauftreff für Kinder startet die Vorbereitung.

Außer zum Radfahren und Wandern haben in der Corona-Zeit noch mehr Menschen als schon zuvor Laufen als Fitness-Sport für sich entdeckt. Es war in Lockdown-Zeiten eine der einfachsten Möglichkeiten, sich zu bewegen. Den richtigen Motivationsschub gibt es aber erst in der Gemeinschaft. Da wollen die Organisatoren des Maare-Mosel-Laufs (MML) ansetzen.

Nachdem die größte Laufveranstaltung im Vulkaneifelkreis Daun 2020 wegen Corona komplett ausfallen musste und 2021 mit über sechs Stunden verteilten Starts durchgeführt wurde, hofft Organisationsleiterin Inge Umbach von der Laufschule Schritt für Schritt für die 24. Auflage am 27. August wieder darauf, dass sich um die 1000 Teilnehmer gemeinsam zwischen Daun und Gillenfeld bewegen. Am vergangenen Freitag wurde das MML-Programm für 2022 in Ellscheid vorgestellt.

Ein Augenmerk legt Umbach mit ihrem Team in diesem Jahr darauf, Berufstätige zum Laufen zu bringen. Seit Jahren ist in den Maare-Mosel-Lauf eine Firmenwertung integriert. So gesehen ist die Veranstaltung auch der größte Firmenlauf in der Vulkaneifel. „Wir können wieder gemeinsam starten. Es hat zwar auch letztes Jahr Spaß gemacht, aber man fiebert doch anders mit, wenn man in der Masse startet. Auch der Zieleinlauf ist ein anderer. Ich freue mich drauf“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun und MML-Schirmherr Thomas Scheppe, der 2021 fünf Kilometer mit der VG-Verwaltung mitlief.

Mit dem Kollegen daran teilzunehmen, bringt nicht nur für die Gesundheit der Beschäftigten etwas, hat Thorsten Ringer beobachtet. „Wir nehmen schon seit langem an Firmenläufen, ob beim Maare-Mosel-Lauf, in Cochem oder Wittlich teil“, erzählt der Mitarbeiter eines Maschinenbau-Unternehmens aus Kelberg. Außer dem gemeinsamen Laufen gehört zum sogenannten betrieblichen Gesundheitsmanagement bei seinem Arbeitgeber auch die Möglichkeit, sich beispielsweise mit Zirkeltraining oder Rückenschule fit zu halten. In der Corona-Zeit online. Aber die Beteiligung an gemeinsamen Übungsstunden sei immer besser.

Die gegenseitige Motivation wollen Lauftherapeutin Umbach und Helena Dunkel aus dem MML-Organisationsteam wieder mit Laufkursen nutzen. „Geplant ist ein Zwölf-Wochen-Laufkurs für zehn Kilometer oder Halbmarathon mit einem Impulsvortrag zu Beginn, Trainingsplänen und einmal wöchentlich gemeinsamen Training“, erzählt Diplom-Sportlehrerin Dunkel. Bei Bedarf könnten noch weitere Kurse angeboten werden (Informationen per E-Mail an info@maaremosellauf.de). Damit Unternehmen ihren Firmenlauf-Erfolg noch besser feiern können, biete man in diesem Jahr die Möglichkeit, im Zielbereich einen eigenen Bereich zu reservieren, sagt Umbach.

Auch wenn es auf den MML-Distanzen über fünf Kilometer, zehn Kilometer und Halbmarathon eine offizielle Zeitmessung gibt, das Erlebnis steht im Vordergrund. Erst recht auf der sogenannten Gesundland-Strecke. „Wir sind froh, dass sich die Gesundlandstrecke etabliert hat für Leute, die sagen, Zeitmessung ist nichts für mich. Ich möchte einfach die Natur genießen“, sagt die Geschäftsführerin des Tourismus-Netzwerks Vera Merten. Laufend oder wandernd kann die etwa sieben Kilometer lange Strecke absolviert werden. In der sogenannten Laufoase in Ellscheid kann eine Pause eingelegt werden, und Angebote rund um die Gesundheit wie beispielsweise ein Venencheck können genutzt werden.

Von klein an ans Laufen bringen möchte das MML-Team nach zwei Jahren Corona-Pause wieder den Nachwuchs mit Kinder- und Schülerläufen. „Wir wollen das in Schwung bringen“, sagt Umbach. Schon in der Corona-Zeit wurde ein offener Kinder-Lauftreff ins Leben gerufen (jeweils donnerstags um 17 Uhr in Ellscheid, Anmeldung per E-Mail an info@lernelaufen.de). Jetzt sollen Kindergärten und Schulen der Umgebung angeschrieben werden. Dass Bewegung und speziell Laufen bei Kindern ähnlich positive Effekte hat wie bei Erwachsenen, hat Manuela Schenk gemerkt. „Laufen gehört bei den Kindern zum natürlichen Bewegungsdrang. Wir wollen den Kinder die Möglichkeit geben, damit aufzuwachsen. Es baut auch schon bei Kindern den Stress ab“, sagt die Leiterin der Gillenfelder Kita Emmaus. „Laufen ist die Basis des Lebens und man braucht es für jede andere Sportart“, sagt Umbach. Dass der MML in diesem Jahr mitten in den rheinland-pfälzischen Sommerferien liege, „ist total ungünstig“, sagt sie, „aber wir machen das Beste draus.“