Mahnung an die Schrecken des Krieges

Mahnung an die Schrecken des Krieges

Die Idee hatte Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas, an die Details erinnerten sich Zeitzeugen (der TV berichtete). Nun haben innerhalb von acht Wochen Freiwillige unter Leitung von Franz-Josef Stephani die Rekonstruktion des Eingangsbereichs des ehemaligen Schutzbunkers "In der Holl" in die Tat umgesetzt.

Kelberg. (bb) "200 Arbeitsstunden von 15 Ehrenamtlichen im Alter von 15 bis 70 Jahren", rechnet Ortsgemeinderatsmitglied Franz-Josef Stephani beim Helferfest zum Abschluss der Rekonstruktion des Schutzbunkereingangs vor. "Eine beispielhafte Aktion", lobt Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas und dankt den Freiwilligen für "alle Zeit und Mühe", mit der sie das Projekt "ohne viel Aufhebens" realisiert hätten.

Das eigene Grundstück zur Verfügung gestellt



Wilhelm Theisen habe seinerzeit ohne Zögern eingewilligt, dass die Gedenkstätte auf seinem Grundstück errichtet werden könne. Ortsansässige Firmen hätten Material und Maschinen zur Verfügung gestellt, und der RWE-Mitarbeiter Ewald Steffens habe im Rahmen einer Initiative seines Arbeitgebers die erforderlichen Finanzmittel beschafft.

Die Idee, den Eingang des Schutzbunkers zur Erinnerung und Mahnung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs zu rekonstruieren, hatte Ortsbürgermeister Jonas im Frühjahr an den Gemeinderat herangetragen und ein einstimmiges Votum dafür erhalten. Zeitzeugen - allen voran Eduard Gerhards, Hermann Molitor, Anna Schmitt, Hedwig Sicken und Wilhelm Theisen - lieferten die Details für die Planzeichnungen. Binnen acht Wochen war die Anlage fertig gestellt.

Am Kreuzungspunkt der Bergstraße und dem Stichweg "In der Holl" können sich nun Passanten und Besucher ein Bild davon machen, wie es vor mehr als 60 Jahren dort ausgesehen haben mag, als eine schlichte Holztür aus ungehobelten Brettern in das Bunkerinnere führte und die Anwohner vor den Tod bringenden Bomben schützte.

Neu sind die Stützpalisaden, der gepflasterte Vorplatz mit Sitzbank sowie ein tonnenschwerer Basaltblock, der den rekonstruierten Bunkereingang in den zweiten Teil der "Geschichtsstraße rund um den Hochkelberg" einbindet. So wird demnächst die Geschichte des Bunkers auf einer Texttafel an Ort und Stelle nachzulesen sein.