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Malwettbewerb in der Vulkaneifel: Wonach Kinder sich derzeit sehnen

Daun : Eis schlecken, Tiere streicheln und surfen

Malwettbewerb in der Vulkaneifel: Wonach Kinder sich in der Corona-Zeit mit ihren vielen Einschränkungen besonders sehnen.

 Karneval ist ausgefallen, der Winterurlaub ebenfalls, gleiches gilt für das Training im Sport- oder die Übungsstunden im Musikverein. Und  Treffen von Freunden in der Schule oder im privaten Bereich sind auch seit Monaten nicht mehr möglich.

Diejenigen, die in der Corona-Pandemie am wenigsten in den Fokus genommen werden, leiden mit am meisten unter den Einschränkungen: Kinder und Jugendliche.

Ein Malwettbewerb, den die Kreisverwaltung Vulkaneifel unter dem Motto „Worauf freut ihr euch am meisten nach der Corona-Zeit“ ausgerufen hat, zeigt das ganz deutlich. Und den Wunsch der Kinder, sich, ihre Gefühle und ihre Sehnsüchte auszudrücken, ebenfalls.

„Der Wettbewerb erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Wir haben inzwichen mehr als 100 Einsendungenerhalten, und es werden immer mehr“, sagt Kreissprecherin Meike Welling.

Und sie fügt hinzu: „Die Bilder sind toll, meist sehr bunt, und viele berühren mich auch sehr. Da merkt man, wie sehr die Kinder unter den Einschränkungen leiden.“

Zum Beispiel das Kunstwerk eines sechsjährigen Mädchens aus Daun. Sie antwortet auf die Wettbewerbsfrage: „Ich freue mich schon so darauf, wieder den Wildpark Daun ohne Mundschutz besuchen zu können, die Tiere zu beobachten und zu streicheln und auf dem Spielplatz zu spielen.“ Und dann hat sie ein schönes buntes Bild mit allerlei Tieren und dem Spielplatz mit den vielen Spielgeräten gemalt.

Oder das zehnjährige Mädchen aus Daun-Neunkirchen, dases in die Ferne zieht. Sie sagt, sie freue sich auf einen Urlaub mit ihrer Familie auf Mallorca – und hat ein Bild gemalt, auf dem sie auf dem Meer surft und die Mama in der Hängematte liegt.

Einer Neunjährigen aus Daun würde hingegen vorerst schon eine kleine Abwechslung reichen: ein Besuch in einer der Eisdielen in Daun (die hoffentlich bald wieder öffnen, Anmerkung der Redaktion).

Kreissprecherin Meike Welling sagt: „Kinder können sich über Bilder oft besser ausdrücken. Jetzt bekommen sie, de in der aktuellen Diskussion eher selten gehört werden, ein breites Publikum.“ Denn: Die Werke der Nachwuchskünstler sollen im Impfzentrum des Kreises in Hillesheim aufgehängt werden – auch um dort die Sterilität zu vertreiben und den Besuchern den Aufenthalt etwas zu verschönern. Meike Welling: „Die Impfung an sich hat ja schon etwas mit Hoffnung zu tun, durch die Bilder soll jetzt auch noch ein wenig mehr Lebensfreude vermittelt werden.“

Und für ihren Einsatz sollen die Kinder belohnt werden: in dem ihre Bilder eben einer Öffentlichkeit vorgestellt werden, und weil und noch Preise ausgelobt werden sollen. Wie viele Bilder allerdings prämiert werden und welche Preise winken, sei allerdings noch nicht klar.

 Lucky
Lucky Foto: TV/Eltges, Stefanie

„Wir müssen erst mal schauen, wie viele noch unserem Aufruf in den Kreis-Nachrichten und auf der Homepage des Kreises folgen werden“, sagt Meike Welling, die während des Telefonats mit dem TV gerade Besuch von einer Kollegin bekommt: „Hier hast du noch einen weiteren Schwung Bilder.“