Mantas am Maar

Die Opelfreunde Gillenfeld fiebern ihrem Treffen entgegen, das vermutlich wieder mehr als 1000 Teilnehmer und nochmals doppelt so viele Gäste ins Maardorf locken wird. Dass die Zusammenkunft als Zoff-Treffen verschrien ist, ärgert die Veranstalter: "Wir machen alles, was möglich ist, und stehen mit Polizei und Jugendamt intensiv in Kontakt."

Gillenfeld. Von kommendem Mittwoch, 5., bis Sonntag. 9. August, steht Gillenfeld wieder im Zeichen des Blitzes: Opel-Fans aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kommen dann wieder ins Maardorf, um ihre aufgemotzten Mantas, ihre Asconas und Admirals, ihre Kadetts zu präsentieren, mit Gleichgesinnten übers Schrauben und die neuesten Trends zu unterhalten, Ausschau zu halten und Party zu feiern: Sehen und gesehen werden. Das zieht nach wie vor. "Mittlerweile ist das Treffen ein Selbstläufer, für viele unserer Gäste ein absolutes Muss im jährlichen Terminkalender", sagt Kai Wittmütz, Vorsitzender des 20 Mitglieder starken Vereins Opelfreunde Gillenfeld.

Seit November vergangenen Jahres laufen bereits die Vorbereitungen für das nunmehr elfte Treffen, das nicht nur reichlich Arbeit, sondern angesichts der horrenden Kosten auch eine detaillierte Planung und Vorbereitung bedeutete. "Wir haben Kosten zwischen 60 000 und 70 000 Euro, da muss alles im Vorfeld exakt geplant sein. Wie viele Dixies und Toilettenwagen brauchen wir, was kostet das Zelt in diesem Jahr, welche Band ist aktuell angesagt und bezahlbar, welche Siegerpokale und Gastgeschenke gibt es, stellen uns die Bauern wieder ihre Wiesen zur Verfügung?", zählt der zweite Vorsitzende Patrick Sachen auf.

Um all das werde sich gekümmert, jeder wisse, was er zu tun habe, und das Dorf stehe voll hinter dem Fest, "da ja auch viele davon profitieren", so Wittmütz.

"Da ist es echt ärgerlich, wenn immer wieder in den Vordergrund gestellt wird, dass es bei uns Ärger gegeben hat", sagt Sachen und fügt hinzu: "Im vergangenen Jahr war zum Beispiel gar nichts, denn wir tun ja auch alles, damit eben nichts passiert." So stehe der Verein bereits im Vorfeld der Veranstaltung in intensivem Kontakt mit Polizei und Jugendamt und spreche Details ab, wie Schlägereien bereits im Keim erstickt, der Jugendschutz sichergestellt werden sollte. "Wer offenkundig betrunken ist und Stunk machen will, wird an die frische Luft gesetzt. Und bei den Jugendlichen machen wir Ausweiskontrollen", zählt Vereinsmitglied Stefan Bley auf.

Zudem werde auch wieder ein Security-Team engagiert. Waren es anfangs noch zwei am Freitag- und vier am Samstagabend, so sind es mittlerweile vier und sechs Leute. "Außerdem sind wir vom Vorstand permanent für die Polizei via Handy erreichbar", sagt Wittmütz, der aber auch weiß: "Klar, eine Garantie, dass nichts passiert, gibt es auf keinem Fest, auch nicht bei uns. Aber wir tun alles dafür."