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Medizinstudenten erhalten Unterstützung in der Verbandsgemeinde Daun

Gesundheit : Verbandsgemeinde Daun macht angehenden Ärzten besonderes Angebot

Mediziner in Ausbildung können ein Praktikum in Dauner Praxen absolvieren und bekommen auch eine „Finanzspritze“.

Die Zukunft der ärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen wie dem Kreis Vulkaneifel zu gewährleisten, ist eine der ganz großen Herausforderungen, auch für die Kommunen. Denn zu wenig Mediziner zieht es aufs Land, um sich als klassische Land- oder Fachärzte dort niederzulassen. Es gibt verschiedene Ansätze, Medizinstudenten die Eifel „schmackhaft“ machen, damit sie sich vorstellen können, dort zu praktizieren. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Bürgerstiftung Gesunde Verbandsgemeinde (VG) Daun bereits seit 2019 Medizinstudenten.

Vier künftige Ärzte, die an der Universität Mainz studieren, haben ein Blockpraktikum im Bereich der Allgemeinmedizin absolviert. Die Studierenden Lea Müller, Merle Werner, Leah Schmitz und Hozan Abdi haben Einblicke in die Arbeit von Hausarztpraxen im ländlichen Raum gewinnen können. Dafür erhalten sie von der Stiftung jeweils eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro. In Daun konnten nach Angaben der VG-Verwaltung für die Praktika die hausärztlichen Praxen Schnieder, Bergheim und Pitzen gewonnen und entsprechend zertifiziert werden.

Betreut werden die Studierenden in dieser Zeit vor Ort zusätzlich durch Stiftungsratsmitglied Dr. Volkhard Bangert, der einst in Gillenfeld praktiziert hat.

 „Das Unterstützungsangebot der Bürgerstiftung hat sich an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz  bereits etabliert und wird von den Studierenden gerne in Anspruch genommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der VG.  Seit Einführung hätten bereits mehr als 20 Studentinnen und Studenten ein Praktikum in der VG Daun absolviert. „Mit dem Angebot möchten wir die Studierenden unterstützen und sie zeitgleich für unsere schöne Region begeistern. Damit verbunden ist natürlich die Hoffnung, ihnen einen Anreiz zu schaffen, auch in Zukunft in unserer Verbandsgemeinde beruflich tätig zu sein oder sich hier niederzulassen. Wir hoffen so, einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung leisten zu können“, erklärt Bürgermeister Thomas Scheppe.

(sts)