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Tourismus: Mehr Einfluss für Kurort im Gesundland Vulkaneifel

Tourismus : Mehr Einfluss für Kurort im Gesundland Vulkaneifel

Es gibt ein weiteres Aufsichtsratsmitglied für die Vulkaneifeltherme in Bad Bertrich. Michael Krämer ist neuer Geschäftsführer.

Die Tourismusgesellschaft Gesundland Vulkaneifel weitet sich aus, seit Anfang des Jahres übernimmt das 2013 gegründete interkommunale Konstrukt die Aufgaben der ehemaligen Tourismusgesellschaft Bad Bertrich, die zum Ende des vergangenen Jahres aufgelöst wurde.

Der Geschäftsanteil des Kurortes ist damit gestiegen, Bad Bertrich steht ein weiteres Aufsichtsratsmitglied zu. Diese Aufgabe übernimmt nun Michael Krämer, Geschäftsführer der Vulkaneifeltherme in Bad Bertrich.

Ein neues Mitglied des Aufsichtsrats kann aus den Reihen des Rates kommen oder von ihm bestimmt werden, erklärt Beatrix Lauxen, Bürgermeisterin des Kurortes. „In unserem Fall kam der Vorschlag einstimmig aus dem Rat, Michael Krämer als Geschäftsführer der Staatsbad GmbH und als wohlverdienten Bürger des Ortes für dieses Amt zu wählen. Herr Krämer hat den Sachverstand, die Erfahrung und vor allem das Vertrauen, die Ortsgemeinde Bad Bertrich im Gesundland zu vertreten“, sagt die Bürgermeisterin des Kurortes.

Der Schritt, die touristischen Aufgaben an die Gesundland Vulkaneifel abzugeben, sei aufgrund der schwierigen finanziellen Situation von Bad Bertrich notwendig gewesen, so Lauxen. Man könne touristische Infrastruktur nicht doppelt aufrechterhalten oder Fachpersonal für Veranstaltungen oder den Social-Media-Bereich vorhalten. Mit dem touristischen Zusammenschluss sei die Grundlage geschaffen, die Aufgaben mit dem vorhandenen Budget auch in Zukunft erfüllen zu können. Das Staatsbad müsse als Besonderheit im Gesundland positioniert werden, so Lauxen. Ein Beispiel für die regionale Zusammenarbeit ist das Couponheft, das mit der Gästekarte ausgegeben wird. Hier sind die Bad Bertricher Unternehmen sehr gut vertreten, ein Anreiz den Kurort für einen Tagesausflug zu besuchen, erläutert die Bürgermeisterin. „Wir sind schon voll in der operativen Arbeit und organisieren die anstehenden Veranstaltungen“, sagt Rainer Schmitz, Geschäftsführer der Gesundland Vulkaneifel. Nach dem Abschied von Katharina Bersch als Geschäftsführerin übernimmt Schmitz nun auch die Aufgaben im Kurort. Der Touristiker pendelt zwischen Bad Bertrich, Daun und Manderscheid, er muss die Interessen aller Gesellschafter unter einen Hut bekommen. Grundsätzlich ist geplant, dass nun eine Stellvertreterposition besetzt wird, um den Weggang von Katharina Bersch zu kompensieren. Bersch hatte ein Angebot der Koblenz-Touristik angenommen.

Mit größeren Einsparungen durch die neue touristische Infrastruktur in Bad Bertrich rechnet Michael Schneider, Büroleiter der Verbandsgemeinde Ulmen, nicht. Immerhin sei weiterhin die gleiche Anzahl Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Möglich seien jetzt allerdings Projekte, die ohne die Gesundland nicht umsetzbar seien, so Schneider. Einsparungen gebe es allerdings bei den Kosten für die Unternehmensführung, zudem seien bei Aufträgen andere Konditionen möglich.