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Mehr Qualität für weniger Geld

Mehr Qualität für weniger Geld

DAUN/BERNKASTEL-WITT-LICH/COCHEM. Erfolgsmodell Radelbus macht Schule: Die Beförderung von Fahrrädern, die auf der Buslinie 300 (von Bernkastel über Wittlich nach Daun) schon etabliert ist, wird in Zukunft auch auf der Linie 500 (von Cochem über Daun nach Gerolstein) angeboten.

Der Erfolg des Maare-Mosel-Radwegs mit Ausgangspunkt in Daun ist eng mit der Einrichtung des so genannten Radelbusses von Bernkastel-Kues nach Daun verknüpft. Unzählige Radfahrer werden von Frühjahr bis Herbst von der Mosel in die Eifel befördert, und die Kinderkrankheiten der Anfangszeit (überfüllte Busse, Probleme mit den Platzreservierungen) sind ausgestanden. Was auf der Bus-Regiolinie 300 (von Bernkastel-Kues über Wittlich nach Daun) nun schon seit einigen Jahren Standard ist und sehr gut angenommen wird, wird künftig auch auf der Regiolinie 500 (von Cochem über Daun nach Gerolstein) angeboten: die Ausrüstung der Busse für den Fahrradtransport. Erstmals europaweite Ausschreibung

Das ist ein Ergebnis der (erstmals europaweiten) Ausschreibung der beiden Linien durch den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (SNPV) Rheinland-Pfalz Nord. "Gewinner" des neuen Ausschreibungsverfahrens ist eine alte Bekannte: die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV). Der neue Vertrag, der eine Laufzeit von acht Jahren hat, wurde am Montag in Daun unterzeichnet. RMV-Geschäftsführer Bernhard Ehmann - der den Erfolg bei der Ausschreibung als "Arbeitssieg" bezeichnete - erklärte, die beiden Linien leisteten bereits bisher wichtige Dienste für die Infrastruktur des ländlichen Raums. Künftig gebe es attraktive Taktfahrpläne an allen Wochentagen, und an den Bahnhöfen an Eifel- und Mosel-Strecke würden die Busse "optimal" mit dem Bahnangebot verknüpft. Der Kundenservice werde mit einer 24-Stunden-Hotline erweitert, kündigt Ehmann an. Der Abteilungsleiter Verkehr und Straßenbau im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium, Lothar Kaufmann, hob vor allem hervor, dass sich "trotz einer leichten Angebotsmehrung, einer höheren Qualität und neuen Fahrrad-Beförderungsmöglichkeiten der Zuschusssatz" seitens des Landes gegenüber heute deutlich verringere. Bertram Fleck, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises und Vorsteher des Zweckverbands SPNV Nord, erläuterte die Hintergründe des zum Teil sehr komplizierten Wettbewerbsverfahrens, an dessen Ende es ein ausgesprochen positives Ergebnis für die öffentliche Hand gegeben habe. Fleck: "Künftig wird mit gegenüber heute halbierten Zuschüssen eine höherere Qualität an Verkehrsleistungen über einen längeren Zeitraum gesichert." Das wertete der Verbandsvorsteher als "neues Kapitel einer Erfolgsgeschichte".